Eiszeit, Telekom und Einbrecher, die an das falsche Unternehmen gerieten.

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Unkraut wuchert, wo Optimisten schon damit gerechnet hatten, dass das neue Feuerwehr-Gerätehaus am Willicher Kaiserplatz entstehen würde.

Unkraut wuchert, wo Optimisten schon damit gerechnet hatten, dass das neue Feuerwehr-Gerätehaus am Willicher Kaiserplatz entstehen würde.

Unkraut wuchert, wo Optimisten schon damit gerechnet hatten, dass das neue Feuerwehr-Gerätehaus am Willicher Kaiserplatz entstehen würde.

Das Frühjahr kann kommen: Die Eiszeit in Vorst ist eröffnet, jetzt müssen nur noch die Temperaturen schnell Richtung 25 Grad gehen.

Großes Logo und vereinnahmende Geschäftspraxis: die Telekom.

Kurt Lübke, Bild 1 von 4

Unkraut wuchert, wo Optimisten schon damit gerechnet hatten, dass das neue Feuerwehr-Gerätehaus am Willicher Kaiserplatz entstehen würde.

Willich/Tönisvorst. Über ein Jahr ist es mittlerweile her, dass am Kaiserplatz das Feuerwehr-Gerätehaus aus den 60er Jahren sowie Nachbargebäude abgerissen wurden. Damals hofften viele Willicher, dass der versprochene Neubau auf dem Gelände bald Wirklichkeit wird.

Zwölf Monate später sind an gleicher Stelle aber keine Mauern, sondern nur Unkraut in die Höhe gewachsen. Hübsch daneben drapiert ist die unter Denkmalschutz stehende Feuerwache von 1908 mit ihren zugemauerten Fenstern.

Sie soll künftig Kern und Eingangsbereich einer Altenwohnanlage werden, die von der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft des Kreises Viersen (GWG) errichtet wird.

Von der Telekom, die sich bei einer langjährigen Kundin bedankt

Da staunte Sabine P. (Name aus gegebenem Anlass geändert) aus Tönisvorst nicht schlecht: „Vielen Dank für ihren Auftrag“ – so hieß es im Schreiben der Deutschen Telekom, das sie im Briefkasten fand. Man freue sich, dass sie ein Kabel-Komfort-Paket für Telefon und Fernsehen in Anspruch nehmen wolle.

„Ich habe niemals einen Auftrag erteilt“, sagte die Frau. Und kann darauf verweisen, dass sie zur angeblichen Auftragserteilung in Urlaub war. Auf ihren erbosten Anruf bei der Hotline reagierte das Unternehmen eher butterweich: Sie brauche ja lediglich zu widersprechen. „Ich habe keinen Auftrag erteilt, soll aber jetzt widersprechen“, ärgert sich die Frau. „Ich glaub’, mein Goldfisch humpelt.“

Von der Telekom, die eine Kundin „auf dem Laufenden“ hält

Wir bleiben beim oben genannten Fall. Es kam im Nachgang noch heraus, was geschehen war. Telekom-Kundin Sabine P. hatte sich vor Monaten in einem T-Punkt erkundigt, welche Angebote der Telekommunikationsriese denn für sie bereit hielte. „Bei Ihnen liegt noch nicht das richtige Kabel“, wurde der Kundin damals erklärt.

Aber man könne sie auf dem Laufenden halten. Irgendwann wurde dann offenbar das Kabel gelegt und die Kundin dadurch auf „dem Laufenden gehalten“, dass man ihr etwas schickte, was sie nie bestellt hatte.

Liebe Telekom, wenn Sie nun den richtigen Namen von Sabine P. wissen wollen, müssen Sie dem Stadtflüsterer erst einen Beratervertrag geben. Der wiederum bedankt sich ganz artig für den Auftrag.

Von einem Jubiläum, das leider schon vorbei ist

Schade, dass es schon vorbei ist. Das findet jedenfalls der Anrather Heimat- und Mundartdichter Hans Stienen mit Blick auf das zu Ende gegangene Jubel-Jahr seines Ortes. Und gleich hat der Mann sich hingesetzt, zur Füllfeder gegriffen und ein Gedicht geschrieben:

Eejendlich öss et schaad doadröm, Twi-eduusendtehn, dat öss no öm. 0n wie et sech dann och jehüert, en Anroeth woad dat jood jeviert.

Deä Börjerverein, dat mot m’r loave, deä stong beem Viere janz doa boave. Möt d’r Neujoahrsempfang, doa fing et aan, on et heel et janze Joahr sech draan.

Das sind nur die ersten beiden Strophen. Das komplette Gedicht finden Sie im Anschluss an dieses Artikel.

Von Partei-Strategen, die Bilder bearbeiten wollten

Photoshop und ähnliches Handwerkszeug bietet heutzutage auch dem interessierten Laien die Möglichkeit, sich bei der digitalen Bildbearbeitung zu fühlen wie ein Profi. Wilde Foto-Kompositionen im eigenen Urlaubsalbum sind dabei durchaus erwünscht. Ganz anders sieht es aber aus, wenn Fotos in der Zeitung veröffentlicht werden sollen. Da werden Tricksereien nicht so gerne gesehen.

So fiel vor einigen Tagen dem Stadtflüsterer das Bild einer Info-Veranstaltung an der Forstwald-Kaserne in die Finger, das die Tönisvorster SPD reingeschickt hatte. Auffallend deutlich waren dabei einige Personen in den Vordergrund gerückt worden. Und mindestens einer der Herren war gleichzeitig noch im Hintergrund zu erkennen. Da kann man den Foto-Bastlern nur sagen: üben, üben, üben!

Von Schul-Strategen, die Mahlzeiten übrig hatten

Eine Rechen-Aufgabe hat man unterdessen am Michael-Ende-Gymnasium in Tönisvorst gelöst. Dort hat bekanntlich die Mensa ihren Betrieb aufgenommen. Dabei war’s anfangs so, dass die Mahlzeiten vom Hersteller Sauelsnur in Zehner-Paketen zu bestellen waren.

Das heißt: Wenn elf Schüler Spaghetti Bolognese essen wollten, musste das Gericht 20 mal bestellt werden. Das hieß: zuviel der guten Pasta. Die überzähligen Menüs wurden den Lehrern angeboten – basta.

Die das – so war zu hören – gerne annahmen. Mittlerweile legt das Gymnasium eine Punktlandung hin, sprich: Es bestellt die genaue Menge. Eingestellt worden ist unterdessen der Baguette-Verkauf, der so nebenbei lief.

Von einem Empfang, der Schulen Geld bringt

Das Jahr läuft nun seit einigen Wochen. Trotzdem müssen wir nochmal über einen Neujahrsempfang reden. Nämlich den von der Unabhängigen Wählergemeinschaft Tönisvorst (UWT). Die hatte erklärt, auf just einen solchen verzichten und stattdessen das Geld spenden zu wollen.

Was die Unabhängigen nicht erzählt hatten, war, wie viel Kohle bei der Gelegenheit rumkommt. „300 Euro“, sagt Fraktions-Chef Peter Lambertz. Das Geld geht zu je 100 Euro an die Fördervereine von Hauptschule Kirchenfeld, Realschule und Gymnasium.

Von einer Genehmigung, die zum Eis essen einlädt

Geschafft: Die Eiszeit in Vorst kann kommen. Katharina und Alexander Hoeps vom Vorster Eisparadies haben vom Kreis-Veterinäramt die Abnahme bekommen und konnten deshalb am Wochenende schon richtig loslegen. Bekanntlich ist die Diele umgezogen. Sie befindet sich jetzt direkt am Markt, in den Räumen des früheren Sonnenstudios.

Von Einbrechern, für die gilt: WZ gelesen, dabei gewesen

Man kann als Tageszeitung nicht alle seine Leser persönlich kennen. Aber manchmal weiß man etwas über seine Nichtleser: Zum Beispiel, dass die Einbrecher, die am 27. Januar am Ostring in St. Tönis unterwegs waren, definitiv nicht in unsere Zeitung gucken. Sonst hätten sie dort nämlich gelesen, dass die Firma Dubberke ein Spezialist unter anderem für Diebstahlsicherung ist.

Dann hätten sich diese Menschen Arbeit erspart und hätten erst gar nicht probiert, bei Dubberke einzubrechen. So blieb der Versuch vergeblich, was einen ja auch irgendwie freut. Hoffentlich haben sich die verhinderten Einbrecher so richtig geärgert.

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