Am WZ-Mobil hat Martina Stall die Pläne erläutert.

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Das ist der Plan mit dem Arbeitstitel „Bauabschnitt Minoritenplatz“. Die rote Fläche weist das neue Pflaster vor der Volksbank aus, ein Platz zum Verweilen mit Bänken und Spielgeräten. Die Grünfläche links, vor der Arztpraxis, zum Adrian-Wilhelm-Weg, wird bleiben. Der bisher unbefestigte Parkplatz (grüne Fläche rechts) wird zur Grünfläche mit Bäumen, Sitzflächen und nur noch zu Großveranstaltungen für das Parken freigegeben.

Das ist der Plan mit dem Arbeitstitel „Bauabschnitt Minoritenplatz“. Die rote Fläche weist das neue Pflaster vor der Volksbank aus, ein Platz zum Verweilen mit Bänken und Spielgeräten. Die Grünfläche links, vor der Arztpraxis, zum Adrian-Wilhelm-Weg, wird bleiben. Der bisher unbefestigte Parkplatz (grüne Fläche rechts) wird zur Grünfläche mit Bäumen, Sitzflächen und nur noch zu Großveranstaltungen für das Parken freigegeben.

Andreas Bischof, Bild 1 von 3

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Neersen. Gut, dass es trocken blieb und die Kühlerhaube des WZ-Mobils als Reißbrett-Unterlage taugte. So konnten zahlreiche Neersener, die sich für die Umgestaltung des Minoritenplatzes interessieren, einen Blick auf die Pläne werfen, auf neues Pflaster und Grün im Areal Rothweg, Eichenweg, Hauptstraße.

Beigeordnete Martina Stall war schnellen Schrittes vom Technischen Rathaus zum Wochenmarkt gekommen, um die Pläne auszubreiten und an Ort und Stelle zu erläutern. Viel Lob hat es für die Ideen schon gegeben, Kritik aber regt sich, weil 23 Parkplätze wegfallen werden. Darüber wird die Stadt mit der Interessengemeinschaft Minoritenplatz am kommenden Mittwoch sprechen.

Mit dem Umbau des Platzes wird noch in diesem Jahr begonnen

„Es ist schon abenteuerlich, dem Ortsteil Neersen ein Parkplatzproblem anzudichten“, sagt Martina Stall. Durch den Kaiser’s-Parkplatz seien 100 neue Plätze entstanden, „vollumfänglich zugänglich für jeden, ohne Schranke und Beschränkung“. Stall hat ihre Mitarbeiter gebeten, täglich um 10, 12 und 15 Uhr aus dem Fenster zu schauen und die freien Parkplätze auf dem Kaiser’s-Parkplatz zu zählen.

Stall sieht die Chance für die gestalterische Aufwertung des Minoritenplatzes, mit Pflasterung vor der Volksbank, Bänken, Spielgeräten, Bäumen und Grün. Neersen kann einen schönen, dörflichen Mittelpunkt erhalten. Umbaubeginn soll noch in diesem Jahr sein.

CDU-Ratsherr Heinz Amfaldern pflichtet Stall bei: „Es bleiben Parkplätze in ausreichender Zahl erhalten. Die Grünfläche vor der Arztpraxis (im Gebäude links neben der Volksbank, die Red.) muss erhalten bleiben.“

Das Land Nordrhein-Westfalen fördert den Umbau der Kirche mit 1,6 Millionen und die Neugestaltung des Minoritenplatz-Umfeldes mit 1,2 Millionen Euro. Hinzu kommen Eigenanteil von Kirche und Stadt. Auf Anlieger kommen anteilig Kosten z. B. für die Beleuchtung zu.

Die Rasenfläche vor der Volksbank wird durch einen gepflasterten Platz (rote Fläche im Plan) ersetzt. Dort werden Bänke zum Verweilen aufgestellt. Die Rasenfläche links bleibt erhalten. Dort werden Spielgeräte aufgestellt. Die Parkplätze an der Volksbank rücken einige Meter nach rechts vor die Post. Die schrägen Stellplätze vorne an der Straße entfallen.

Der unbefestigte Parkplatz am Eichenweg, zwischen Minoritenplatz und Kaiser’s-Parkplatz, wird Grünfläche mit Hecken, Bäumen und Sandsteinquadern zum Sitzen. Der Schützenbaum, der zurzeit auf dem Rasen vor der Volksbank steht, wird künftig auf dieser neuen Grünfläche platziert, nah am Gehweg zum Wahlefeldsaal. Poller und Hecken schließen ringsum den Platz ab. Nur zu größeren, publikumsstarken Veranstaltungen soll der Platz als Parkfläche freigegeben werden. In der Mitte der Grünfläche wird eine Feuerstelle für das Martinsfeuer gepflastert. Ree

Auch Ulrich Mischke (FDP) sieht in den Plänen grundsätzlich einen Fortschritt für Neersen. Das hätten ihm auch viele Bürger in Gesprächen signalisiert. Aber er erwartet dennoch einen Parkplatz-Mangel, glaubt nicht, dass die von ihm nachgezählten 90 Plätze vor Kaisers’s ausreichen werden, die gestrichenen Plätze aufzufangen. Er denkt schon an Platzbedarf, wenn das Altenheim auf dem Gelände des Gemeindezentrums ’Die Brücke’ gebaut wird. Mischke schlägt vor, auf dem großen, bislang unbefestigten Pfützen-Parkplatz einige Plätze vorzusehen. Bisher ist geplant, diesen dann mit Hecken und Steinen eingefassten Platz nur für Großveranstaltungen wie Jazz & Handwerk, Kinderfest oder ähnliches zu öffnen.

Martin Holter wohnt am Minoritenplatz 7 und kann den Plänen der Stadt nichts Positives abgewinnen: „Als Anwohner habe ich keinen eigenen Parkplatz. Die Parksituation wird für mich künftig noch schwieriger.“ Dem stimmte Brigitte Stein, die an der Hauptstraße wohnt, zu.

Anwohner fühlten sich bisher nicht ausreichend informiert

Friedhelm Ricken, Anwohner des Adrian-Wilhelm-Weges, kritisiert die mangelhafte bisherige Information durch die Verwaltung: „Nur durch Zufall bin ich auf die Planungsausschusssitzung aufmerksam geworden. Anschließend habe ich mich im Technischen Rathaus informieren lassen.“ Im Grunde sei er mit der Planung sehr zufrieden. Seine Anregung: Eine öffentliche Toilette. Gut findet er, dass der zurzeit unbefestigte Platz so bearbeitet wird, dass dort in Ausnahmefällen geparkt werden kann.

Die Idee der Planer gefällt auch Christian Kuschner aus Neersen, der vorbeigekommen ist, weil er sich bis zu diesem Treffen noch nicht ausreichend über die Pläne informiert fühlte. „Ein Schaukasten mit einem Plan hier vor Ort, das würde den Neersenern helfen.“ Nach dem Gespräch mit Martina Stall sieht er klarer: „Der Ansatz der Stadt ist begrüßenswert. Verwaltung und Politik haben gute Arbeit geleistet.“

Hans-Willi Prechtel von der Hauptstraße findet die Pläne gut, hat aber einen Wunsch: „Die Verengung Richtung Hauptstraße müsste beseitigt werden.“

„Prima, dass in Neersen richtig ’was gemacht wird“, freut sich Matthias Munsch nach dem Blick in die Pläne: „Das ist schon was Ganzes.“

Auch Walter Schmitz, Archivar der Sebastianus-Schützenbruderschaft, „wollte wissen, was gespielt wird“ und ist angetan von dem Plan: „Er werde für einen Aushang im m Wahlefeldsaal sorgen.“

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