Die Umbauarbeiten von St. Maria in Neersen sind fast beendet. Wie Pfarrer Markus Poltermann erklärte, soll im Mai der Einzug beginnen.

Baustelle
Der Blick durch den neuen Spitzbogen zwischen dem ehemaligen Chorraum und dem Kirchenschiff.

Der Blick durch den neuen Spitzbogen zwischen dem ehemaligen Chorraum und dem Kirchenschiff.

Pfarrer Markus Poltermann im offenen Treppenhaus.

Schräg geschnittene Fenster lassen Licht in das Foyer.

Kurt Lübke, Bild 1 von 3

Der Blick durch den neuen Spitzbogen zwischen dem ehemaligen Chorraum und dem Kirchenschiff.

Neersen. Seit mehr als zweieinhalb Jahren laufen mittlerweile die Bauarbeiten für die Umgestaltung der Kirche St. Maria. Im Mai soll der Einzug beginnen. Wie es drinnen derzeit aussieht, wissen nur die wenigsten. Nur die großen Fenster in der Außenwand machen einen Blick ins Innere möglich.

Hinter ihnen verbirgt sich ein beeindruckendes, offenes Treppenhaus, das das Zentrum des noch in Bau befindlichen Gebäudeteils bildet. Angelehnt an die alten Außenwände ist auch der neue Innenraum mit Ziegelsteinen verkleidet worden. Die großen, schräg geschnittenen Fenster in der Fassade lassen Licht in das großzügige Foyer fallen und bieten einen schönen Ausblick auf die gegenüberliegenden Häuser und Bäume.

Die Treppen haben zwei verschieden hohe Geländer

Baustelle
Der Blick durch den neuen Spitzbogen zwischen dem ehemaligen Chorraum und dem Kirchenschiff.

Der Blick durch den neuen Spitzbogen zwischen dem ehemaligen Chorraum und dem Kirchenschiff.

Pfarrer Markus Poltermann im offenen Treppenhaus.

Schräg geschnittene Fenster lassen Licht in das Foyer.

Lübke, Kurt (kul), Bild 1 von 3

Pfarrer Markus Poltermann im offenen Treppenhaus.

Aus Kostengründen hätte man beinahe auf die Fenster verzichtet. Da aber an anderen Stellen gespart wurde, ließ sich die Idee doch noch umsetzen: „Ich bereue die Entscheidung nicht“, sagt Pfarrer Markus Poltermann im Hinblick auf die schöne Aussicht. Kurios: Die Treppen sind mit zwei verschieden hohen Geländern ausgestattet. Poltermann erklärt: „Das hat mit verschiedenen Bauvorschriften zu tun. Das eine Geländer ist für Leute, die hier arbeiten, das andere, etwas tiefere, für Besucher.“

Über das Treppenhaus, in dem es auch einen Aufzug gibt, gelangt man bis zur zweiten Etage in einer Höhe von 12,50 Metern. Wer von oben einen Blick nach unten wagt, guckt dahin, wo früher noch Sitzbänke standen: „Hier sieht man, wo wir früher einmal Gottesdienst gefeiert haben“, sagt Markus Poltermann.

Baustelle
Der Blick durch den neuen Spitzbogen zwischen dem ehemaligen Chorraum und dem Kirchenschiff.

Der Blick durch den neuen Spitzbogen zwischen dem ehemaligen Chorraum und dem Kirchenschiff.

Pfarrer Markus Poltermann im offenen Treppenhaus.

Schräg geschnittene Fenster lassen Licht in das Foyer.

Lübke, Kurt (kul), Bild 1 von 3

Schräg geschnittene Fenster lassen Licht in das Foyer.

Im 1. Geschoss befindet sich neben den Räumen der Caritas auch die noch nicht eingerichtete Bücherei, die bisher im Pfarrzentrum „Brücke“ untergebracht ist. Auch sie ist ein Hingucker: Der Raum ist offen gestaltet und besitzt eine 2. Ebene.

Die Kosten für den Umbau liegen knapp über den 2,5 Millionen Euro, die eingeplant worden waren.

Derzeit wird noch an vielen kleinen Dingen gearbeitet. Die Elektroarbeiten sind aber weitestgehend beendet, Toiletten und Heizungen sind eingebaut.

Im Mai soll dann, nach Abschluss der Bauarbeiten, der Einzug beginnen. „Sicher ist auf jeden Fall der Termin für die Einweihung am 30. Juni“, sagt Pfarrer Poltermann.

Unterm Dach, im 2. Geschoss, sind Räume untergebracht, die man derzeit so ähnlich noch im Pfarrzentrum „Brücke“ findet: Fernseh- und Billardraum, Küche und WC.

„Wir haben fast überall, wo es geht, versucht zu sparen.“

Markus Poltermann, Pfarrer

Wenige Meter weiter befindet sich, neben dem großen Pfarrsaal im Erdgeschoss, ein weiterer Saal. Poltermann bezeichnet ihn wegen der großen Glasfront als „Schmuckstück des Pfarrzentrums“.

Erfreulich für die Pfarre: Die Kosten für den Umbau liegen nur knapp über den eingeplanten 2,5 Millionen Euro. „Wir haben fast überall, wo es geht, versucht zu sparen“, sagt Poltermann und nennt ein Beispiel: „Man kann Türen für mehrere hundert Euro einbauen oder auch für 80. Bei etwa 40 Türen im gesamten Gebäude macht das schon was aus.“

An einigen Stellen im Gebäude sind Kotspuren von Tauben zu finden: „Die Kirche war leider den Winter über offen, so dass sich Tauben eingenistet haben“, so Poltermann. Gewarnt davon, was Tauben anrichten können, wurde die Kirche an der Fassade mit einem umfassenden Taubenschutz ausgestattet. Laut Markus Poltermann eine „humane Lösung“: Nahezu unsichtbare Drähte verhindern das Landen der Vögel.

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