Die örtlichen Anbieter in Willich und Tönisvorst verzeichnen keine deutlichen Veränderungen.

Willich/Tönisvorst. Trotz deutlicher Erhöhung der Strompreise zum 1. Januar haben die Stadtwerke Willich und Tönisvorst bislang keine deutlich erhöhte Anzahl an Kunden zu verzeichnen, die den Anbieter gewechselt haben. „Es gibt Wechsler, aber die gibt es immer. Das ist keine signifikante Veränderung. Außerdem kommen auch Kunden von anderen Anbietern zu uns“, sagt Albert Lopez, Geschäftsführer der Willicher Stadtwerke, die 94 Prozent der Stadtbewohner versorgen.

Auch andere Anbieter mussten ihre Preise erhöhen

„Es gab Kunden, die uns verlassen haben. Aber damit haben wir gerechnet“, sagt Christina Achtnich, Sprecherin beim Versorger NEW, zu dem die Stadtwerke Tönisvorst gehören. Konkrete Zahlen könne der Konzern nicht nennen, es seien aber nicht auffällig viele Kunden gewechselt. „Andere Anbieter mussten ihre Preise ja auch erhöhen“, sagt Achtnich.

Die Willicher Stadtwerke hatten die Arbeitspreise für Privathaushalte netto um 2,6 Cent (13 Prozent) je Kilowattstunde erhöht. In Tönisvorst waren es 3,08 Cent (16 Prozent) pro Kilowattstunde gewesen. Grund seien laut der Versorger externe Faktoren gewesen. So wurde die Abgabe zur Finanzierung erneuerbarer Energien, die EEG-Umlage, von 3,6 auf 5,3 Cent je Kilowattstunde erhöht. Hinzu kamen weitere Abgaben, so für die Finanzierung der Befreiung von Großbetrieben und von Offshore-Windparks sowie ein höheres Netzentgelt. „Ausschließlich externe Faktoren haben zu der Erhöhung geführt“, betont Lopez. Selbst verdienten die Anbieter durch die Erhöhung nicht mehr als vorher, hieß es auch von NEW. peg

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