Die SPD regt Photovoltaik-Anlagen auf Stadt-Dächern an. In Willich wird das schon umgesetzt.

Tönisvorst/Willich. Wie SPD-Bürgermeisterkandidat Uwe Leuchtenberg wissen lässt, sei der von ihm angeregte Bürgerfonds für erneuerbare Energien auch außerhalb von Tönisvorst auf großes Interesse gestoßen. "Erneuerbare Energien sind das Thema der nächsten Jahrzehnte" sagte Leuchtenberg, energiepolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion. "Wir müssen vor Ort beginnen - und warum sollen unsere Bürger davon nicht profitieren?"

Im ersten Schritt sollten die Möglichkeiten der Photovoltaik genutzt werden. Die SPD schlägt hierzu vor, dass die Stadt Dachflächen, zum Beispiel große Hallendächer, in den Fonds einbringt. Die Stadtwerke könnten das Management übernehmen und interessierte Bürger könnten sich über eine finanzielle Beteiligung oder aber auch über zur Verfügung gestellte Flächen engagieren.

Im benachbarten Willich ist man über das Ideen-Stadium weit hinaus. Dort haben Stadt, Stadtwerke, Volksbank und die Aachener Ingenieurgesellschaft Geobit bereits eine Genossenschaft gegründet: Die "Bürger Solar Willich" mietet städtische Hallendächer an und montiert darauf Photovoltaik-Anlagen zur Stromerzeugung. Die Bürger können an der Genossenschaft bis zu 20 Anteile zu je 500 Euro kaufen.

Die ersten konkreten Projekte werden innerhalb der nächsten acht Wochen umgesetzt. Montiert werden die Solaranlagen auf der Jakob-Frantzen-Halle sowie auf den Feuerwehrhäusern in Willich, Anrath und Clörath. Insgesamt will "Bürger Solar Willich" in diesem Jahr Anlagen im Gesamtwert von 2,5 Millionen Euro errichten.

Parallel dazu hat ein neues Willicher Unternehmen, die "Gesellschaft Neue Energie GmbH", mit Photovoltaik-Projekten begonnen. Reverenzobjekt wird das Dach des Gründerzentrums im Stahlwerk Becker. Auch in das dortige "Kompetenzzentrum Geothermie", das um Solarenergie ergänzt wird, will die Firma mit Beratungstätigkeit einsteigen.

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