Die Niederrheinwerke Viersen wollen das St. Töniser Schwimmbad betreiben. Der Rat muss entscheiden.

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Niels, Maskottchen der Niederrheinwerke.

Niels, Maskottchen der Niederrheinwerke.

Niels, Maskottchen der Niederrheinwerke.

Tönisvorst/ Viersen. Geht alles glatt, wird’s am 1. April eine Nachricht geben, die kein Aprilscherz ist: Die Niederrheinwerke Viersen wollen das H2Oh übernehmen.

Ein Konzept zur Übernahme der Betriebsführung ist ausgearbeitet. Bürgermeister Albert Schwarz hat deshalb für den 31. März eine Sondersitzung des Rates einberufen. Dann wird hinter verschlossenen Türen über das Konzept und die Weiterführung des Schwimmbades beraten.

Der Vertrag mit dem derzeitigen Bad-Pächter läuft im Juni aus

Der Vertrag mit dem derzeitigen Bad-Pächter, der Münchener Firma GMF, läuft zum 30. Juni aus. Die Stadtwerke Tönisvorst sind eine 100-prozentige Tochter der Niederrheinwerke. Eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Viersen und Tönisvorst sei vor diesem Hintergrund "sinnvoll und konsequent", sagt Frank Kindervatter, Geschäftsführer der Niederrheinwerke.

"Wir würden uns freuen, das H2Oh weiterzuführen," betont Kindervatter. "Eine Übernahme würde deutlich machen, wie sehr wir uns der Region verbunden fühlen - und dass wir bei unseren Kooperationspartnern auch für die Lösung schwieriger Aufgaben zur Verfügung stehen."

Bürgermeister Albert Schwarz, der schon lange mit der Arbeit der GMF unzufrieden ist, kann sich eine engere Zusammenarbeit sehr gut vorstellen: "Die Niederrheinwerke haben ein schlüssiges Konzept vorgelegt und damit gezeigt, dass sie ein kompetenter Partner sind." Mit der GMF hatte sich die Stadt sogar vor Gericht gestritten - am Ende aber die Grundlage für einen Vergleich gefunden.

Eine weitere Möglichkeit für Kooperationen tut sich bei der Wasserversorgung in Vorst auf. Hier wird derzeit ein Vorschlag der Niederrheinwerke diskutiert, wonach die Stadt fünf Prozent an den Stadtwerken erhält und im Gegenzug das Wasserversorgungsnetz Vorst bei den Stadtwerken einbringt.

Die Betriebsführung der Vorster Wasserversorgung liegt seit 2002 ohnehin bei den Stadtwerken, so dass sich für die Kunden nichts ändern würde. "Die Zusammenfassung der gesamten Wasserversorgung in Tönisvorst wäre sinnvoll", sagt Schwarz.

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