Nach mehreren Straftaten sei die Bevölkerung verunsichert.

Tönisvorst. Die SPD-Stadtratsfraktion hat beantragt, das Thema "Öffentliche Sicherheit" auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Hauptausschusses zu setzen. Zu diesem Tagesordnungspunkt soll die Kreispolizei eingeladen werden. Aktueller Anlass sind mehrere Straftaten, die seit Beginn des Jahres passiert sind.

Einbruch in einen Kiosk an der Kornstraße, Überfall auf die Sparkasse, Handtaschenraub, Angriffe von Jugendlichen auf eine junge Frau und vier junge Menschen. Angesichts dieser und anderer Fälle fragt die SPD, ob nicht eine höhere Polizeipräsenz in St.Tönis notwendig ist.

Denn die sei "deutlich zurückgefahren worden", sagt der stellvertretende Fraktionschef Hans-Joachim Kremser (Foto). Dies habe die Kreispolizeibehörde mit Blick auf die zufriedenstellende Kriminalitäts-Situation und unter Hinweis auf Personalengpässe in der Stadt auch angekündigt.

Angesichts der jüngsten Straftaten sei eine Verunsicherung in der Bürgerschaft verständlich, sagt die SPD. Das Zusammentreffen zwischen der zurückgenommenen Polizei-Präsenz und der "Häufigkeit der Vorfälle" sei "zumindest bedenklich".

"Es hat keine Personalverschiebung in Tönisvorst gegeben - weder eine Aufstockung, noch eine Rückführung", sagt dazu Polizeisprecherin Antje Heymanns. Es sei auch nie angekündigt worden, die Polizeipräsenz in der Stadt zu verringern.

Zur Kriminalitätsstatistik hat ihr Kollege Bernd Klein einige Zahlen recherchiert. Zwischen dem 1. Dezember 2009 und dem 19. Januar habe es in St. Tönis 170 Straftaten gegeben. Im Vergleichzeitraum vor einem jahr lag die Zahl bei 196. Eine Detailauswertung der Schwere der Vorfälle sei aber noch nicht erfolgt.

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