Die Stadt kann die Nachfrage von Eltern nach Betreuung ihrer Kinder in der Offenen Ganztagsgrundschule nicht mehr decken.

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Durch den geplanten Ausbau der Grundschule Corneliusstraße wird Platz für die Offene Ganztagsgrundschule gewonnen.

Durch den geplanten Ausbau der Grundschule Corneliusstraße wird Platz für die Offene Ganztagsgrundschule gewonnen.

Durch den geplanten Ausbau der Grundschule Corneliusstraße wird Platz für die Offene Ganztagsgrundschule gewonnen.

Tönisvorst. "Die OGS ist ein Renner", sagt Bürgermeister Thomas Goßen. Und das ist das Dilemma - für die Stadt und voraussichtlich für 19 Familien. Tönisvorst kann die hohe Nachfrage von Eltern nach dem Betreuungsangebot Offene Ganztagsgrundschule nicht mehr decken.

Für das kommende Schuljahr weisen die aktuellen Anmeldezahlen "einen Überhang von 19 Schülern aus, obwohl wir schon mit aufgestockten Gruppenstärken von 25 auf 27 arbeiten", sagt Kämmerin Nicole Wassen. "Wir stoßen auch räumlich an Grenzen. Die Grundschulen sind bis zur Oberkante besetzt."

Die Verwaltung hat einen Kriterien-Katalog erstellt. Wassen: "Wir wollen kein Geheimnis um die Vergabe machen. Wir würfeln die Plätze nicht aus." Fair und transparent soll das Anmeldeverfahren ablaufen, um Unmut in der Elternschaft zu vermeiden, betont auch Goßen.

Kriterien wie diese wiegen: alleinerziehend und Berufstätigkeit; Geschwisterkinder (ein Elternteil in Voll-, das andere in Teilzeit); beide Eltern Vollzeit berufstätig oder Eltern beziehen Arbeitslosengeld oder Sozialhilfe. Schließlich soll in Sonderfällen (pädagogische Gründe usw.) auf Antrag der Schulleitung im Einzelfall entschieden werden.

Christa Voßdahls (SPD) war "sehr, sehr glücklich" mit dem Kriterienkatalog. Peter Mevis (CDU) sah in ihnen ohne "Hierarchisierung" hingegen kein geeignetes Instrument. Er forderte, die Kriterien in eine Prioritätenfolge zu bringen. Kristian Schneider (FDP) schlug vor, auch die Kriterien aufzulisten, "die nicht ziehen".

Die offene Ganztagsgrundschule ist ein Betreuungsangebot der Schulen zur besseren Vereinbarung von Familie und Beruf. Es gibt keinen Rechtsanspruch auf einen OGS-Platz.

Die Grundschule Hülser Straße bietet sechs Gruppen an, die Grundschule Vorst und die katholische Grundschule St. Tönis je drei Gruppen. Die Grundschule Corneliusstraße wird aufgestockt und bietet ab dem Schuljahr 2011/2012 OGS an.

Die Nachfrage nach OGS-Plätzen übersteigt zum neuen Schuljahr das Angebot: an der Hülser Straße um 4, an der katholischen Grundschule um 10 und in Vorst um 5 Plätze.

Max Hermes (UWT) meinte, die OGS-Gruppen müssten in ihrer Zusammensetzung ein gesellschaftliches Spiegelbild sein - unabhängig vom Betreuungsbedarf. Er war der einzige, der schließlich den Aufnahmekriterien nicht zustimmte.

Nicole Wassen will nun zügig über die Platzvergabe entscheiden. Sie verschickt die Bescheide nach Karneval, damit die Eltern sehr bald Planungssicherheit bekommen.

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