Chef der CDU-Fraktion soll sich entschuldigen.

Tönisvorst. Bürgermeister Thomas Goßen begrüßt den Protestmarsch, mit dem am Montag gegen die wiederholte Gewalttaten in St.Tönis protestiert werden soll. "Ich werde teilnehmen - als Bürgermeister und als Bürger", erklärte Goßen gegenüber der WZ. Zu der Aktion aufgerufen hatten die Fraktionen von SPD, UWT und Grünen.

Aus Goßens Sicht ist es ganz wichtig, dass es bei diesem Thema zu einem "breiten Konsens" kommt. Er persönlich könne das Gefühl der Bedrohung gut nachvollziehen, das entstehe, wenn ein Täter, der einen Jugendlichen geschlagen und mit einer Waffe bedroht hat, einen Tag später frei durch den Ort läuft.

Nachdem CDU-Fraktionschef Horst von Brechan kritisierte hatte, SPD, UWT und Grüne hätten die Sorgen einer betroffenen Mutter für ihre Zwecke genutzt, will sich Goßen bemühen, die Wogen zu glätten. "Bei dem Thema ist kein Platz für Parteipolitik", betont er. Er rufe alle Fraktionen dazu auf, sich am Montag um 19 Uhr vor dem Rathaus einzufinden.

"Runder Tisch" soll Konzept entwickeln

Die Fraktionschefs von SPD, UWT und Grünen fordern von Horst von Brechan aber noch eine Entschuldigung. Denn wie Michael Horst, Peter Lambertz und Jürgen Cox betonen, sei der Aufruf zum Protestmarsch nicht von der Mutter des bedrohten Jugendlichen ausgegangen, sondern nur mit ihr abgestimmt gewesen.

Alle drei wollen einen "Runden Tisch" zum Thema Gewalt unter Federführung der Verwaltung, um dem Gefühl der Hilflosigkeit ein Konzept entgegenzusetzen.

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