Hermann Snellen ist mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet worden.

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Landrat Peter Ottmann (l.) überreichte Hermann Snellen das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Landrat Peter Ottmann (l.) überreichte Hermann Snellen das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Landrat Peter Ottmann (l.) überreichte Hermann Snellen das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Tönisvorst. Für seinen großen Einsatz im Brand- und Katastrophenschutz hat Hermann Snellen aus Tönisvorst von Landrat Peter Ottmann das Bundesverdienstkreuz am Bande überreicht bekommen.

"Seit fast 40 Jahren engagieren Sie sich ehrenamtlich bei der Freiwilligen Feuerwehr in Tönisvorst", hob der Landrat hervor. Mit etwas Wehmut hatte Snellen sein Amt als Stadtbrandmeister im Oktober abgegeben. Seit 1991 war der 57-Jährige Wehrführer und damit Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Tönisvorst.

Vorzeitig wechselte er in die Ehrenabteilung: Es war für ihn immer schwieriger gewesen, Zeit, Kraft und Motivation aufzubringen, "sich nach einem intensiven Acht- bis Zehn-Stunden-Tag noch zu Hause an den Schreibtisch zu setzen, um Dienstpläne zu erstellen, Gesetzesvorgaben zu lesen oder am Brandschutzbedarfsplan zu arbeiten". Snellen hatte gespürt: "Man verschleißt sich. Aber es geht nur ganz oder gar nicht!"

In den 18 Jahren als Wehrführer vertrat Snellen die Interessen "seiner" Feuerwehrleute und die Anliegen der Stadt in den Bereichen Brand- und Katastrophenschutz in überregionalen Gremien. Er erarbeitete ein Konzept für den Einsatzstellen-Funk, nach dem heute fast alle Feuerwehreinsätze im Kreis funktionieren.

2009 erhielt der Angestellte der Städtischen Werke Krefeld die Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes. Der Elektroingenieur entwickelte in Tönisvorst ein detailliertes Fahrzeugkonzept für die Feuerwehrausstattung sowie den Brandschutzbedarfsplan.

Für sein ehrenamtliches Engagement war Hermann Snellen mindestens 20 Stunden in der Woche aktiv. Seine christliche Glaubenseinstellung half ihm dabei, das Leid, das er in den Einsatzjahren mit ansehen musste, zu verarbeiten. Doch auch viele schöne Momente erlebte er in seinen aktiven Jahren. "Schade" findet er es, dass die Eröffnung der ausgebauten Feuerwache in St.Tönis nicht mehr in seine Amtszeit fällt.

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