Der langjährige Fraktions-Chef will weitermachen – auf Platz 2.

Tönisvorst. Ja, er sei "irritiert und enttäuscht." So reagiert der langjährige Fraktions-Vorsitzende der Unabhängigen Wählergemeinschaft Tönisvorst, Franz Kersten, auf seine "Ausbootung" am vergangenen Montag (die WZ berichtete). Es dauerte lange, bis die Redaktion ihn erreichte, eigentlich habe er sich überhaupt nicht äußern wollen, sagt der 81-Jährige.

An sich sei die Sache für ihn klar gewesen, erklärt Kersten. "Die UWT ist 20 Jahre alt, sie ist Teil meiner Lebensaufgabe. Jetzt sollte Schluss sein." Sein designierter Nachfolger Georg Hermes ("er hat meine volle Unterstützung) habe ihn gebeten, ihm weiter zur Seite zu stehen. "Ich habe lange überlegt, dann zugesagt", sagt Kersten.

Der erste Vorster stand auf Listenplatz 9

Dann sei eine Liste erstellt worden. "Darauf kam der erste Vorster auf Platz neun." Mithin dürften die Chancen auf ein Ratsmandat nicht hoch sein. "Das geht doch nicht. Deshalb habe ich darauf gedrängt, mich als Vorster auf Platz 2 zu stellen. Aber das ist wohl anders gelaufen."

Noch ist die Angelegenheit nicht ausgestanden. Am kommenden Montag soll’s die nächste offene Vorstandssitzung geben, bei der nochmals abgestimmt wird. Darauf hat sich Kersten nach einem Gespräch mit Georg Hermes geeinigt. Kann er sich denn einen Listenplatz auch weiter hinten vorstellen? Zum Beispiel auf Rang vier oder fünf? Kersten lacht. "Nein, jetzt muss es auch der zweite Platz sein. Das will ich drauf ankommen lassen.

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