Die Prinzengarde holt den Sieg bei der siebten Stadtmeisterschaft. Das Prinzenpaar muss noch üben.

Stehend, hockend, sitzend: Mit unterschiedlichen Techniken versuchten Prinzenpaar und Minister, die Kamelle ins Ziel zu bringen.
Stehend, hockend, sitzend: Mit unterschiedlichen Techniken versuchten Prinzenpaar und Minister, die Kamelle ins Ziel zu bringen.

Stehend, hockend, sitzend: Mit unterschiedlichen Techniken versuchten Prinzenpaar und Minister, die Kamelle ins Ziel zu bringen.

Lübke

Stehend, hockend, sitzend: Mit unterschiedlichen Techniken versuchten Prinzenpaar und Minister, die Kamelle ins Ziel zu bringen.

Tönisvorst. Karneval ohne Helau und Klappertüt, ohne Fanfarenklänge und Gardetänze, dafür aber mit ganz viel Gelächter: Das gab’s am Freitagabend im Marienheim. So mancher Narr im Saal hatte alle Hände voll zu tun. Oder besser - nur eine Hand. Denn zum siebten Mal wurde der Stadtmeister im Kamellezielwerfen ermittelt. Keine ernste Angelegenheit im manchmal ernsten Karnevalsgeschäft.

13 Teams aus Tönisvorst und eines der KG Torfmöps aus Schiefbahn gingen an den Start der nunmehr offenen Stadtmeisterschaft. Und eines vorweg: Der Pokal blieb in Tönisvorst. Hoffnungen hatten sich alle Teams auf den Pott gemacht, die Blauen Funken trugen die Hoffnung sogar auf ihrem T-Shirt. "Wenn nicht jetzt, wann dann?" fragten sie sich und das Publikum.

Vor den ersten Würfen wurden Taktiken besprochen, wie denn kleine Tüten mit Gummibärchen, Bonbons oder andere Naschereien am sichersten durch eine Klobrille fliegen. Denn eine solche versperrte den Weg ins Ziel.

Als besondere Hürde war vorgegeben, dass nicht geworfenes Material von den Pluspunkten abgezogen wurde. Und zudem musste einer aus der Mannschaft im Stehen werfen, einer aus der Hocke und einer sitzend. Der vierte holte das Wurfmaterial.

Zu Karneval wird mit beiden Händen geworfen

Das Prinzenpaar Lothar I. und Jessica I. gingen als erste an den Start - eine gute Vorbereitungen für die Züge in knapp drei Wochen. Den Sitzplatz ergatterte der Prinz, die Prinzessin warf lieber stehend. Aber bis zu den Zügen müssen beide noch üben - kaum eine Kamelle fand den rechten Weg. Zu Karneval wollen beide aber eh’ lieber mit vollen Händen werfen, statt die Kamelle einzeln unters Volk zu bringen.

Es sieht immer so einfach aus, wenn einem von einem Wagen ein Kamelleregen entgegen kommt. Aber zu versuchen, ein einzelnes Bonbon durch ein kleines Loch zu werfen, ist schwer. Sehr gut machte dies das Kinderprinzenpaar Benjamin II. und Maureen I.. Der Kinderprinz hatte aber auch einen sportlichen Vorteil - ist er leidenschaftlicher Handballer. Zusammen holte man deutlich mehr Punkte als das große Prinzenpaar, aber zum ersten Platz reichte es nicht. Denn den belegte am Ende die Prinzengarde, die unter viel Jubel den Pokal entgegennahm.

So richtig traurig waren auch die Blauen Funken nicht. Die Frage "Wenn nicht jetzt, wann dann" darf man auch im nächsten Jahr stellen.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer