Albert Schwarz reagiert auf Forderungen des Spielvereins St. Tönis.

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Ein solcher Kunstrasenplatz soll nächstes Jahr in Vorst entstehen.

Ein solcher Kunstrasenplatz soll nächstes Jahr in Vorst entstehen.

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Ein solcher Kunstrasenplatz soll nächstes Jahr in Vorst entstehen.

Tönisvorst. Wenn der Tönisvorster Bürgermeister Albert Schwarz ganz schnell auf eine Veröffentlichung reagiert und zu einer Pressekonferenz einlädt, dann ist zumindest eines klar: Er hat sich geärgert, ganz gehörig sogar. In diesem Fall ist die Rede von den Forderungen des Spielvereins St. Tönis, der von der Stadt finanzielle Unterstützung haben möchte und der dies in recht forsch gefordert hatte. Die WZ hatte am Donnerstag darüber berichtet.

"Der Ton ist völlig daneben", erklärt Schwarz. In einem Gespräch mit Vertretern des SV, der Teutonia, dem Stadtsportverband und dem Planungsausschuss-Vorsitzenden sei es Konsens gewesen, erst einmal dem Spielverein Vorst zu helfen. Das sollte als Absichtserklärung in den Haushalt 2009 geschrieben werden, bis zum Sommer 2010 könne dann dort ein Kunstrasenplatz mit Laufbahn gebaut werden. Das soll auch so am 15. März vom Rat verabschiedet werden. Das Ganze wird am Ende rund eine Million Euro kosten. "Da kann jetzt nicht ein Herr Stroecks (stellvertretender Vorsitzender SV; d. Red.) hinkommen und die Reihenfolge ändern wollen."

Er, Albert Schwarz, sehe den sportlichen Engpass und die Not in St. Tönis. Es sei ihm klar, dass geholfen werden müsse. Und ausdrücklich würdigt er die Arbeit der Fußballer: "Dieses Engagement, besonders im Jugendbereich, ist mit Geld nicht zu bezahlen." Deshalb habe man ja bereits ein städtisches Grundstück ins Auge gefasst, auf dem ein Aschen- oder sogar ein Kunstrasenplatz entstehen könnte.

Der Vergleich von Äpfel und Möhren

Was Schwarz zusätzlich ärgert: "Da werden Möhren mit Äpfel verglichen." Wenn darauf verwiesen werde, dass der Spielverein Vorst Zuschüsse bekomme, dann dürfe der Spielverein auch nicht verschweigen, dass die Jahn-Sportanlage vor einigen Jahren für rund 250000 Euro saniert worden sei. Außerdem habe der Verein in den letzten beiden Jahren jeweils 30000 Euro für die Pflege des Rasens bekommen. Und das für eine Anlage, die dem Verein gehöre. In Vorst müsse von dem Zuschuss jetzt auch der Zaun repariert werden. Der Platz dort sei Eigentum der Stadt. Nicht zuletzt: Auf dem Kunstrasen in Vorst könnten schließlich auch St. Töniser Mannschaften spielen und trainieren.

Zuletzt: "Die Forderungen sind überzogen", sagt Schwarz. "Hier 25000 Euro für einen Geräteraum, da 40000 Euro Betriebskostenzuschuss. Wo soll das hingehen?"

Wenn in der Diskussion der Aspekt der vereinseigenen Anlage, beziehungsweise der der Stadt immer so betont wird, kommt dann nicht irgendwann das böse Unwort von den Nutzungsgebühren ins Spiel? Albert Schwarz blickt ganz ernst, nickt schließlich: "Nicht mit mir. In Tönisvorst sind wir stolz, dass es das nicht gibt."

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