Entsorgung: Auf dem Wertstoffhof bei Gerke können Bürger alles Mögliche loswerden.

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Drei Männer werfen ein Stück Holz in den richtigen Container: Wilfried Gossen, Ingo Theis (beide Gerke) und Wolfgang Schouten (Ordnungsamt, v.l.)

Drei Männer werfen ein Stück Holz in den richtigen Container: Wilfried Gossen, Ingo Theis (beide Gerke) und Wolfgang Schouten (Ordnungsamt, v.l.)

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Drei Männer werfen ein Stück Holz in den richtigen Container: Wilfried Gossen, Ingo Theis (beide Gerke) und Wolfgang Schouten (Ordnungsamt, v.l.)

Tönisvorst. Die berühmten ersten 100 Tage sind um: Seit Mai können die Tönisvorster ihre Wertstoffe und bestimmte Sorten Müll zum Hof der Städtereinigung Gerke am Lenenweg bringen. Und das nutzen sie eifrig. "Wir hatten bis heute rund 1300Anlieferungen", sagt Wilfried Gossen von der Gerke-Geschäftsleitung. Hinzu kommen nochmal 2000Anlieferungen von Elektroschrott. Eine Erfolgsgeschichte?

"Ja", sagt auch Wolfgang Schouten, Tönisvorster Ordnungsamtsleiter. Er hat sich zudem dafür stark gemacht, dass Kleinstmengen (drei 70-Liter-Säcke Grünmüll sowie Bauschutt in Eimern) nun für fünf Euro abgegeben werden können, bisher waren es zehn Euro.

Weniger Grünmüll für die Stadt würde höhere Gebühren bedeuten

Bis zur Einrichtung des Wertstoffhofes für alle hatten viele Bürger ihren Grünmüll zur benachbarten Firma Reterra gebracht, wo das fünf Euro kostete. Ihn jetzt für zehn Euro abgeben zu müssen, hatte für Proteste gesorgt, die WZ berichtete. Jetzt hat Gerke gleich gezogen. "Würden wir zu wenig Müll-Mengen annehmen, triebe das die Gebühren in die Höhe", sagt Schouten.

Anfangs mit Grünmüll richtig überrannt worden

Abgegeben werden können gegen Gebühr außerdem Sperrmüll, altes Holz und gemischte Baustellenabfälle. "Ich denke, dass besonders ältere Menschen lieber schnell mal hierher kommen und etwas abgeben, als zur Deponie nach Süchteln zu fahren", sagt Ingo Theis, Betriebsleiter der Anlage. Er räumt zudem ein, dass das Unternehmen anfangs mit Grünmüll regelrecht überrannt wurde.

Einen ähnlichen Effekt gab’s bei Elektroschrott: Hatten die Verantwortlichen gedacht, sie müssten die aufgestellten Körbe auf dem Gelände einmal die Woche leeren, so ist dies inzwischen sieben bis achtmal am Tag fällig. Außer dem Elektro-Müll kann man Pappe/Papier, Metallschrott und leere Flaschen abgeben.

Was viele angenehm finden: Die Gerke Mitarbeiter sichten im Zweifelsfall die Ladung und helfen bei sperrigen Gütern auch mit, sie in den richtigen Container zu werfen.

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