Hermann Snellen ist als Stadtbrandmeister verabschiedet, Rolf Peschken als Nachfolger begrüßt worden.

Bürgermeister Albert Schwarz verabschiedet Feuerwehrchef Hermann Snellen und begrüßt dessen Nachfolger Rolf Peschken (v.r.).
Bürgermeister Albert Schwarz verabschiedet Feuerwehrchef Hermann Snellen und begrüßt dessen Nachfolger Rolf Peschken (v.r.).

Bürgermeister Albert Schwarz verabschiedet Feuerwehrchef Hermann Snellen und begrüßt dessen Nachfolger Rolf Peschken (v.r.).

Kurt Lübke

Bürgermeister Albert Schwarz verabschiedet Feuerwehrchef Hermann Snellen und begrüßt dessen Nachfolger Rolf Peschken (v.r.).

Tönisvorst. Mal angenommen, letzte Nacht hätte es einen größeren Brand gegeben, so gegen 23 Uhr, irgendwo in Tönisvorst. Weiter angenommen: Die Löscharbeiten hätten mehrere Stunden gedauert. Dann wäre die Freiwillige Feuerwehr mit ihrem Chef Hermann Snellen ausgerückt und mit ihrem Chef Rolf Peschken wieder zurück gekommen - theoretisch jedenfalls.

Mit Beginn des heutigen Tages wurde der Wechsel an der Sp(r)itze vollzogen, die beiden Hauptakteure bekamen ihre jeweiligen Urkunden aus den Händen von Bürgermeister Albert Schwarz. Einen offiziellen Akt mit viel Publikum wird’s nächste Woche Freitag geben.

"Hermann Snellen ist für mich wie ein großer Bruder."

(Rolf Peschken, neuer Wehrführer, über seinen Vorgänger)

Während Hermann Snellen erleichtert ist, diesen Job nicht mehr zu haben (die WZ berichtete), freut sich Rolf Peschken auf die neue Aufgabe. Bis jetzt ist der 46-Jährige Angestellter bei der Stadt als hauptamtlicher Gerätewart für die Feuerwehr. Künftig rollt eine richtige Lawine an Arbeit auf ihn zu.

"Die Alarmpläne für Antoniuszentrum und Krankenhaus müssen aktualisiert werden", nennt Peschken einen wichtigen Job, den er zu erledigen hat. Er muss sich um Dinge kümmern wie Ausschreiben und den neuen Brandschutz-Plan. Außerdem müssen Einsätze dokumentiert werden und, und, und.

Was Peschken besonders am Herzen liegt: "Es müssen mehr Feuerwehrleute aus dem öffentlichen Dienst kommen." Es gibt definitiv kein Nachwuchsproblem bei der Tönisvorster Feuerwehr. Aber, tagsüber existieren Engpässe. Die Freiwilligen arbeiten nicht am Ort, können logischerweise nicht mal eben zum Brandeinsatz fahren.

Rolf Peschken ist bisher hauptamtlicher Gerätewart bei der Stadt. Künftig wird er Beauftragter für Feuerwehr-Angelegenheiten - hauptamtlich. Was perfekt zum Ehrenamt als Wehrführer passt.

Neuer hauptamtlicher Gerätewart der Stadt wird ab dem 1. November der St.Töniser Gerd Zander.

Die Stadt Tönisvorst hat - wie beispielsweise Willich auch - eine Sondergenehmigung, dass sie ihren Brandschutz mit einer ehrenamtlichen Wehr erledigen kann. Normalerweise müssen Städte mit mehr als 25.000 Einwohnern eine hauptamtliche Feuerwehr vorhalten.

Es ist schon mal gerechnet worden, was eine Berufsfeuerwehr für Tönisvorst kosten würde. Die Experten kamen dabei auf eine Größenordnung von rund 1,4 Millionen Euro.

Peschken ist seit 25 Jahren in der Feuerwehr. Der Mann ist verheiratet mit Susanne Peschken, die Söhne sind ebenfalls aktiv im Löschzug. Die Familie hat ein gemeinsames Hobby: Alle vier tauchen leidenschaftlich gerne, bevorzugt im Roten Meer. Über seinen Vorgänger sagt er: "Hermann Snellen ist für mich wie ein großer Bruder. Und das wird auch so bleiben."

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