Sommer ist Hochzeit des Handwerks – viel Arbeit in Schulen.

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Schade, schade: Das Wandbild mit Michael-Ende-Motiven fällt der Renovierung zum Opfer.

Schade, schade: Das Wandbild mit Michael-Ende-Motiven fällt der Renovierung zum Opfer.

Reimann

Schade, schade: Das Wandbild mit Michael-Ende-Motiven fällt der Renovierung zum Opfer.

Tönisvorst. In Life-Style-Kreisen spricht man von Face-Lifting, in der Handwerkersprache bleibt’s bei Fassaden-Erneuerung: Das Gesicht des Schulzentrums Corneliusfeld mit Michael-Ende-Gymnasium und Realschule unter einem Dach, bekommt einen neuen Teint: Die Asbest-haltigen Platten der Fassade im Norden und Westen des Gebäudes sollen abgebrochen und erneuert werden. Neue Fenster und Türen werden eingesetzt.

Der Auftrag für diese Arbeiten ist bereits vergeben, der Vertrag mit dem Architekten unter Dach und Fach. Mit der Durchführung ist aber erst in den Herbstferien zu rechnen.

Tage des Wandbilds mit Ende-Motiven sind gezählt

Die Erneuerung macht nicht vor langjähriger Gebäudekunst halt: Die Tage des Wandbildes mit Michael-Ende-Motiven werden gezählt sein. "Einige dieser bemalten Fassadenteile sollen aber versiegelt und für die Schule aufbewahrt werden", sagt Kurt Viethen, Fachbereichsleiter Immobilien und Wirtschaft sowie Stadtentwicklung bei der Stadt Tönisvorst.

Seinen eigenen Urlaub hat Kurt Viethen schon in den September hinein verschoben, denn in diesem Sommer stehen viele Maßnahmen in Schulen, Hallen und Kindergärten an (siehe Kasten). Viethen könnte daher "die doppelte Anzahl an Mitarbeitern gebrauchen", hat aber wegen der Urlaubszeit noch nicht einmal die ganze Mannschaft da.

Zu den anstehenden Ferien-Baustellen hinzu kamen zuletzt Arbeiten, die zunächst nicht eingeplant waren. Die Gewitter mit Starkregen hatten im Schulzentrum Probleme mit der Entwässerung zu Tage treten lassen, die nun behoben werden.

Das Wasser war nicht schnell genug abgelaufen. Teile der großen Dachflächen und der Atrien im Gebäude beispielsweise wurden nicht in getrennten Systemen entwässert. Das soll nun geändert werden. Die Kosten dafür werden gerade kalkuliert. Sicher ist aber, dass die Rechnung aus dem Haushaltstopf "Gebäudeunterhaltung" bezahlt wird.

Eine zweite Herbst-Baustelle wird an der Grundschule Corneliusstraße eingerichtet. Die Schule soll aufgestockt werden und im Erdgeschoss eine Cafeteria bekommen. "Wenn wir in den Herbstferien beginnen, könnten diese Arbeiten komplett zum neuen Schuljahr 2010/ 2011 abgeschlossen sein", so Viethen. 800.000 Euro, die Kosten für diese Maßnahme, werden aus dem Konjunkturpaket II bezahlt.

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