Stefan Fliegen aus der Stiegerheide lag nach der Prüfung in der Sparte „Landwirt“ am Ende ganz weit vorn.

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Der spätere Sieger in der Leistungsklasse der Auszubildenden, Stefan Fliegen aus Tönisvorst (r.), beim Begutachten des Getreides unter dem prüfenden Blick der Richter Heiner Filthaut (l.) und Thorsten Frisch.

Der spätere Sieger in der Leistungsklasse der Auszubildenden, Stefan Fliegen aus Tönisvorst (r.), beim Begutachten des Getreides unter dem prüfenden Blick der Richter Heiner Filthaut (l.) und Thorsten Frisch.

Der spätere Sieger in der Leistungsklasse der Auszubildenden, Stefan Fliegen aus Tönisvorst (r.), beim Begutachten des Getreides unter dem prüfenden Blick der Richter Heiner Filthaut (l.) und Thorsten Frisch.

Tönisvorst. So hören sich Sieger an: "Man darf nicht verkrampft an die Sache ran gehen, muss aber sein Bestes geben", sagt Stefan Fliegen. Der junge Mann aus der Stiegerheide hat beim Landesentscheid des Berufswettbewerbs 2009 in der Ausbildungs-Sparte "Landwirt" gewonnen. Somit ist der 21-Jährige in diesem Jahr der beste Jung-Bauer in ganz Nordrhein-Westfalen.

Für Mutter Rita kommt das nicht überraschend: "Er ist schon als Junge immer hinter Papa her gelaufen." In dessen Fußstapfen möchte Stefan Fliegen treten, wenn er mit seiner Ausbildung fertig ist. Was aber noch eine Weile dauert: Nach Ende der Lehrzeit bei Richard Hansen, Verwalter des Freiherr von Geyr’schen Gutes in Vettweiss (Voreifel), absolviert er ab August seinen Zivildienst und will danach die Fachhochschule besuchen. Das Ziel ist klar: Er möchte später den Familienbetrieb übernehmen.

Der liegt unweit der Stadtgrenze zu Kempen (dort ist er zur Realschule gegangen) und beschäftigt sich mit Schweinemast und Ackerbau (Industriekartoffel, Kohl, Zuckerrüben, Getreide). Einige Dinge, die der Landessieger hier schon als Jugendlicher kennenlernte, konnte er auch bei der Prüfung im Kreis Soest gut gebrauchen. Den Schlepper samt Anhänger rückwärts einzuparken sei zum Beispiel ein "Klacks" gewesen, berichtet der 21-Jährige.

Mehr Mühe machten Fragen zum Pflanzenbau, zum Schädlingsbefall oder zur Düngung. "Die Aufgaben waren aber im Groben bekannt, da konnte ich mich gut vorbereiten", sagt Fliegen. Zudem habe er einen "guten Tag" gehabt. Einen Weiterbildungs-Gutschein über 500 Euro hat er dadurch gewonnen.

Jetzt bereitet er sich auf den Bundewettbewerb vor, der ab 25.Mai in Nienburg (Niedersachsen) stattfindet. Ganz ohne Ehrgeiz nimmt er auch daran nicht teil: "Es wäre schon schön, zu gewinnen."

Der Landesentscheid des Berufswettbewerbs der Deutschen Landjugend ist im Landwirtschaftszentrum Haus Düsse (Kreis Soest) ausgetragen worden. Er stand unter dem Motto "Grüne Berufe - Wir fürs Land".

Der Wettbewerb ist in den Sparten Land- und Forstwirtschaft ausgetragen worden. In der Sparte Landwirtschaft traten 23 Auszubildende und zwölf Fachschüler in zwei getrennten Leistungsgruppen an. Stefan Fliegen aus Tönisvorst siegte bei den Azubis. An den Vorentscheiden hatten insgesamt 580 Jugendliche teilgenommen.

Überprüft werden Allgemeinbildung, Berufstheorie und praktische Fertigkeiten.

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