Die Gruppe „facette“ freut sich über eine gelungene Benefiz-Schau im Rathaus.

Hubert Bachem (links) hat ein prächtiges Golfer-Bild gemalt. Auch Ursula Jochheim und Manfred Küsters beteiligten sich mit ihren Werken an der Benefiz-Ausstellung im Rathaus.
Hubert Bachem (links) hat ein prächtiges Golfer-Bild gemalt. Auch Ursula Jochheim und Manfred Küsters beteiligten sich mit ihren Werken an der Benefiz-Ausstellung im Rathaus.

Hubert Bachem (links) hat ein prächtiges Golfer-Bild gemalt. Auch Ursula Jochheim und Manfred Küsters beteiligten sich mit ihren Werken an der Benefiz-Ausstellung im Rathaus.

Friedhelm Reimann

Hubert Bachem (links) hat ein prächtiges Golfer-Bild gemalt. Auch Ursula Jochheim und Manfred Küsters beteiligten sich mit ihren Werken an der Benefiz-Ausstellung im Rathaus.

Tönisvorst. Es sind schon fast drei Wochen her, seit Haiti von einem verheerenden Erdbeben heimgesucht wurde. Weltweit wurde eine beispiellose Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst - und auch die niederrheinische Künstlergruppe "facette" wollte ihren Teil beitragen. Passend zum Schaffen der Künstler gab es eine Benefizausstellung im Ratssaal, für die man binnen zehn Tagen zahlreiche Bilder und Skulpturen gestiftet bekam. Gestern gingen Schau und Verkauf zu Ende.

Rund 70 Aktive haben sich mit Bildern beteiligt

Hunderte kleine und große Werke bekannter und unbekannter Künstler waren zusammengetragen worden. Manfred Küsters, einer der Organisatoren der Spendenaktion, ist besonders stolz, dass rund 70 Kreative sich von ihren Werken trennten. Über Internetaufruf, Mundpropaganda und Medien habe man nicht nur Künstler der "facette" erreicht. "Einige Spender kommen nicht einmal vom Niederrhein", berichtete er stolz.

Manche Künstler waren noch nie auf einer Ausstellung präsent. Von einer Dame, die vor Jahren ihren Urlaub auf Haiti verbracht hatte, bekam man typische Bilder von dort. Die beiden bunten Werke fanden leider keinen Käufer.

Das anfangs große Interesse ebbte am Ende ein wenig ab. "Durch das Wetter der letzten Woche war es schleppend", stellte Ursula Jochheim gestern fest. Am Samstag kamen knapp 15 Leute, nur fünf am Nachmittag. An einen Gast, der dabei gleich ein Bild kaufte, erinnerte sich Peter Drießen gerne. Denn der Besucher hatte am Vorabend im Fernsehen von der Aktion der "facette" gehört, stand am nächsten Tag schon vor der Tür und wusste genau, was er kaufen wollte: ein Bild, das er im Fernsehen schon gesehen hatte.

Was bleibt am Ende? Eine tolle Idee, in kürzester Zeit organisiert. Und über 3.000 Euro für die action medeor, die hiermit dringend benötigte Medikamente beschaffen kann. Ob es auch etwas mehr hätte sein können, wenn das Wetter mitgespielt hätte? Müßig, aber die Künstler wissen auch, dass bei der Naturkatastrophe jeder Euro zählt.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer