Partei: Till Ermecke, 17, steuert als Schüler auf das Abitur zu - und politisch auf Ideen mit Zukunft.

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Die jungen Grünen um Hannah Beck (1.v.l.) und Till Ermecke (3. v r.) wollen anderen Jugendlichen in Willich die Politik näher bringen.

Die jungen Grünen um Hannah Beck (1.v.l.) und Till Ermecke (3. v r.) wollen anderen Jugendlichen in Willich die Politik näher bringen.

Kurt Lübke

Die jungen Grünen um Hannah Beck (1.v.l.) und Till Ermecke (3. v r.) wollen anderen Jugendlichen in Willich die Politik näher bringen.

Willich. Christoph Riedl dürfte sich gut fühlen. Der Lehrer für Sozialwissenschaften an der Gesamtschule in Willich hat im Sommer mit Schülern der Stufe 12 das Thema Kommunalwahl durchgenommen. Er hat ihnen aufgezeigt, was es bedeutet, sich politisch zu engagieren - unabhängig von der Richtung. Riedls Unterricht dockt nun an die Wirklichkeit an. Der Stoff ist keine graue Theorie geblieben.

Till Ermecke engagiert sich für die wieder belebten jungen Grünen

Schüler Till Ermecke, 17, hat das Thema Politik nach der Schließung der Wahllokale nicht abgehakt. Er will sich politisch engagieren, macht gerade erste Erfahrungen bei den wieder belebten jungen Grünen in Willich. Ein Amt hat Till auch schon. Mit Hannah Beck (17) ist er die Doppelspitze des Grünen-Nachwuchses.

"Wir finden es schade, dass sich nur noch wenige Jugendliche für Politik interessieren", sagt Till. Eine Mitschülerin hatte früher schon einmal versucht, bei den jungen Grünen mitzumachen. Doch die gab’s zu dem Zeitpunkt nicht mehr. Till, weitere Schüler der Robert-Schuman-Europaschule, einige Lise-Meitner-Gymnasiasten und andere haben den grünen Nachwuchs wieder auf Start gesetzt.

Beim letzten Treffen waren 16 Leute da, Schüler und Studenten zwischen 16 und 22 Jahren. "19 Jungen und Mädchen sind es wohl, die dauerhaft mitarbeiten wollen." Till will zukunftsorientierte, Umwelt-schonende Politik machen. Ziel vor Ort sei es auch, Jugendlichen Politik näher zu bringen. "Politik ist nicht uninteressant. Damit kann man die Weichen für die Zukunft stellen."

Um den Neuanfang nicht zu gefährden, zeigen die Neuen Präsenz - auf vier Treffen pro Monat, "zwei im Fraktionszimmer der Grünen im Neersener Schloss, zwei in einer Kneipe". Till und die anderen haben Themen aufgelistet, "die uns interessieren". Freizeitangebote für Jugendliche zum Beispiel. "Da gibt es zu wenige", sagt Till. "Viele Jugendliche betrinken sich auf öffentlichen Plätzen, weil es zu wenige Angebote für sie gibt." Oder: Bus- und Bahnverkehr: "Die Route des Nachtexpress’ sollte Anrath mit einbinden."

Till Ermecke, 17 Jahre, ist in Stufe 12 der Willicher Gesamtschule.

15 bis 20 junge Leute wollen dauerhaft beim Grünen-Nachwuchs mitarbeiten.

In Arbeitsgruppen werden Themen bearbeitet, auf den Treffen diskutiert. Grünen-Chef Raimund Berg und Ratsfrau Anne Specht haben schon erläutert, wie Ausschussarbeit abläuft. Till Ermecke will sich schon bald eine Sitzung ansehen. Im November ist Mitgliederversammlung. Die aktuelle Zahl der jungen Grünen stellt die der etablierten Mitglieder in den Schatten.

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