20 Anrather Schüler von der Johannesschule und vom Lise-Meitner-Gymnasium waren in Lettland.

Austausch
Die im Rollstuhl sitzende Johannesschülerin bedankt sich im Namen aller Teilnehmer bei der lettischen Lehrerin Jana Kergalve. Dazu gab es einen Blumenstrauß.

Die im Rollstuhl sitzende Johannesschülerin bedankt sich im Namen aller Teilnehmer bei der lettischen Lehrerin Jana Kergalve. Dazu gab es einen Blumenstrauß.

Johannesschule

Die im Rollstuhl sitzende Johannesschülerin bedankt sich im Namen aller Teilnehmer bei der lettischen Lehrerin Jana Kergalve. Dazu gab es einen Blumenstrauß.

Anrath. „Sveiki Smiltene“ – mit diesem Gruß auf den Lippen (auf Deutsch: „Hallo, Smiltene“) ist eine Austauschgruppe aus Anrath in der lettischen Stadt angekommen, die mit Willich freundschaftlich verbunden ist. Es handelt sich um 20 Schüler der Johannesschule und des Lise-Meitner-Gymnasiums. Die Gruppe war in die Hauptstadt Riga geflogen und reiste von dort aus weiter nach Smiltene, zum Ziel der Reise.

Gymnasiasten sind zum ersten Mal mitgereist

Während die Johannesschule diesen Austausch unter Federführung von Wolfgang Brock mit dem dort ansässigen Gymnasium schon seit mehr als 20 Jahren pflegt, war das Lise-Meitner-Gymnasium dieses Jahr mit neun Schülern und dem Lehrer André Dehez zum ersten Mal mit von der Partie. Mit Elvan Kaya von der Johannesschule war auch eine Rollstuhlfahrerin dabei. Dabei half der Umstand, dass der Gruppe ein Kleinbus zur Verfügung stand.

Unterricht und Ausflüge – ein Programm mit Abwechslung

Das Programm war abwechslungsreich: Es stand gemeinsamer Unterricht in verschiedenen Fächern auf dem Lehrplan, unter anderem Spanisch, Musik und Sport. Außerdem machten sich die Schüler mit Besonderheiten der lettischen Kultur vertraut. So wurden zum Beispiel mythische Zeichen aus Lettland analysiert. Die Schüler durften aber auch tatkräftig anpacken, als es beispielsweise zum Brotbacken und Pfannkuchen zubereiten ging.

Der Vergleich der Schulsysteme in Deutschland und Lettland hatten die Gruppen vorbereitet und wurden in Theorie und Praxis vorgestellt. Bei allen festgestellten Unterschieden blieb die einheitliche Erkenntnis: Ohne Pauken geht es nicht.

Das große Finale bildete die Abschlussfeier in der Aula des Gymnasiums – lettische Volkstänze inklusive. Der besondere Dank der deutschen Gäste ging an die gastgebenden Eltern und den Erzbischof von Riga für die Ausleihe eines Autos. Gedankt wurde zudem der Stadt Willich und der Stiftung West-Östliche Begegnungen, Berlin, für eine finanzielle Unterstützung. Der Abend endete mit der Einladung, dass die Letten im kommenden Jahr zum Gegenbesuch kommen sollen.

Zusammenarbeit der Anrather Schulen war erfolgreich

Der Austausch war laut den Organisatoren in dreifacher Hinsicht ein Erfolg: Die Johannesschule und das Lise-Meitner-Gymnasium, zwei Schulen, die bisher kaum Berührungspunkte gehabt hätten, hätten gut zusammengearbeitet. Der Gedanke der Inklusion sei praktisch gelebt worden. Und die Freundschaft zwischen Willich und Smiltene sei weiterhin vertieft worden. Red

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