Der Frischemarkt in St.Tönis konnte in diesem Jahr besonders mit Sonne punkten.

Ganz schön schwer: Laurenz (4) und Julius (6.) müssen schon Kraft aufwenden, um den Kappeskopf von Brake zu heben.
Ganz schön schwer: Laurenz (4) und Julius (6.) müssen schon Kraft aufwenden, um den Kappeskopf von Brake zu heben.

Ganz schön schwer: Laurenz (4) und Julius (6.) müssen schon Kraft aufwenden, um den Kappeskopf von Brake zu heben.

Ganz schön schwer: Laurenz (4) und Julius (6.) müssen schon Kraft aufwenden, um den Kappeskopf von Brake zu heben.

St. Tönis. Dichtes Gedränge in der Hochstraße, voll besetzte Straßencafés, Schlangen vor der Eisdiele. So zeigt sich das Publikum beim Frischemarkt, der besonders mit wunderbarem Wetter punktete. "Das war im vergangenen Jahr ja ganz anders", erinnert sich Ira Ingenpaß, die entspannt vor ihrem Fotogeschäft steht. "Da kann man auch mal entspannt mit Kunden quasseln", sagt die Fotografenmeisterin.

Die Besucher erkundigen sich schon mal danach, wie man Fotografien zu Weihnachten verschenken kann. Vor dem Blumenhaus Langenfurth stehen in einer Glasvase 1,5 Meter hohe Bananenstauden, an deren Spitze rote Blüten stehen. "Sind die echt?", fragt fast jede Frau, die hier vorbeigeht und Monika Langenfurth antwortet geduldig. "Nein." So komme sie mit den Menschen ins Gespräch.

Mit einem Bauchladen in der Fußgängerzone unterwegs

Peter Grabowsky schwitzt ganz schön in der historischen Feuerwehr-Uniform, in der er mit einem Bauchladen durch die Fußgängerzone schlendert. Er verkauft zusammen mit Nico Tauber die Festschriften zum 200-jährigen Feuerwehr-Jubiläum, das der Löschzug St. Tönis an diesem Wochenende feiert.

Auch im Kindermodengeschäft Ui Jui von Nadine Albertz ist einiges los. "Das ist schon der zweite verkaufsoffene Sonntag, den ich mitbekomme", sagt die Inhaberin, die ihren Laden an der Antoniusstraße am 1. September neu eröffnet hat. "Klasse für den Start."

Auch bei Optik Scholl führt Inhaberin Melanie Bartz Verkaufsgespräche: "Die goldene finde ich besser", berät sie eine Kundin beim Kauf einer neuen Brille. Nebenan im Seulenhof sind ebenfalls alle Tische besetzt. Hier tritt der Lärm der Hochstraße zurück hinter das beschauliche Rauschen des Brunnens. Der Kirchturm spitzelt herüber, blickt durch das lichte Laub der Bäume auf die Teller der Gäste.

Brothäppchen mit interessanten Geschmacksrichtungen

Philipp Steeg schmiert bei Bedarf Butter auf Scheiben der Leinsamen- und Römerbrote, die zuvor im Holzofen gebacken wurden. Auf dem Marktplatz streckt Brigitte Wolters den Passanten einen Glasteller voller Brothäppchen entgegen, auf denen sie interessante Fruchtaufstriche des Reformhauses Ferlings probieren können. "Feige, Walnussfeige, Holunder oder Sanddorn", lautet hier die Frage.

Am Gemüsestand von Christiane Brake stellt sich die nach dem Gewicht eines Weißkohl-Kopfes. "Ich kenne es nicht", sagt Brake. "Den haben meine Kinder gewogen. Die Organisatorin des Frischemarktes kann neben den Kohlgemüsen, die es schon immer um diese Zeit gab, auch mit Erdbeeren und Radieschen aufwarten, die früher dem Frühling vorbehalten waren.

Im Stress: Michael Heisig schafft es um 15 Uhr das erste Mal in eine Pizza zu beißen. Das Cabrio Peugeot 308 cc, das er auf der Hochstraße ausstellt, kann das Dach offen lassen. Aber: "Man merkt, dass die Wirkung der Abwrackprämie nachlässt."

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