Wer viel reist, kann ’was erzählen. In dieser Woche hat sich wieder viel rechts und links des Weges ereignet. Wir flüstern es Ihnen.

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Gut behütet: Idil zählt mit ihren wenigen Wochen zu den jüngsten Bürgerinnen von St. Tönis. Mutter Yüksel trägt ihre Tochter auf Händen.

Gut behütet: Idil zählt mit ihren wenigen Wochen zu den jüngsten Bürgerinnen von St. Tönis. Mutter Yüksel trägt ihre Tochter auf Händen.

Cames

Gut behütet: Idil zählt mit ihren wenigen Wochen zu den jüngsten Bürgerinnen von St. Tönis. Mutter Yüksel trägt ihre Tochter auf Händen.

Willich/Tönisvorst. Es gibt Dinge, die sind und bleiben ärgerlich. Zum Beispiel Hundehaufen, für die sich die Besitzer der jeweiligen Vierbeiner nicht verantwortlich fühlen. Karl de Vries aus Unterweiden hat sich so seine Gedanken gemacht und zu diesem Thema ein Gedicht verfasst:

Wer weiterhin mit Hundehäufchen Pfade und Plätze so vermint,

dem möchte ich hiermit nur sagen, der hat wohl keinen Hund verdient.

Darüber hab vor kurzer Zeit, ich schon mal freundlicher geschrieben, doch davon ist in manchen Köpfen bis heute wohl nicht viel geblieben.

Diese Leute stimmt man wohl auch so schnell nicht um, die sind einfach unbelehrbar, gleichgültig - oder dumm?

Einem echten Hundefreund müsste es doch gelingen, wenn er mit Bello Gassi geht, Tüte und Schüppchen mit zu bringen.

Der Stadtflüsterer findet, dass das Gebrauchslyrik vom Feinsten ist.

Idil aus Vorst zu Besuch in St. Tönis

Gerade mal ein paar Wochen alt ist Töchterchen Idil. Zum ersten Mal besuchte sie mit ihrer Mutter Yüksel und dem fast sechjährigen Bruder Berdan ihren Vater Hikmet im Obst- und Spezialitätengeschäft im "Wirichs-Jätzke" in St. Tönis. Stolz zeigte sich die Aleviten-Familie vor dem "Antalya-Market".

Privat wohnen die Erals in Vorst. Das Geschäft in St.Tönis betreibt die Familie seit einem Jahr. Im vorigen Jahr war zufällig auch der Europaabgeordnete Karl-Heinz Florenz im "Wirichs-Jätzke" vorbei gekommen und hatte sich sich von der Qualität der dort angebotenen Wassermelonen überzeugt gezeigt.

Fotograf wurde für andere Aufgaben rekrutiert

Mit Fotografieren allein ist es oft nicht getan. Das musste WZ-Fotograf Kurt Lübke unlängst beim Vogelschuss der ASV-Schützen St. Tönis erfahren. Anstatt den frischgebackenen König des ASV beim Königsball anzutreffen - er zog sich wohl gerade zu Hause um - wurde er als Taxifahrer genutzt.

Eine resolute aber sehr freundliche Bedienung der Gesellschaft fehlten frische Tabletts. Kurzerhand "verhaftete" sie den Kollegen und sein Auto. "Können Sie mich kurz zur Gaststätte Beckers fahren", wollte sie wissen. Der Fotograf erfasste sofort den Ernst der Lage, fühlte sich ein wenig wie die Feuerwehr und handelte wie ein Retter in der Not.

Zwar konnte er kein Foto schießen, weil der König immer noch nicht eingetroffen war. Dafür konnte allerdings das Bier wieder in Mengen transportiert werden, weil nun wieder Tabletts da waren. Na denn: Prost!

Traurig: Wenn die Stereo-Anlage leiert

Wir kommen zu einem wahrhaft traurigen Kapitel. Da gibt’s in Anrath auf dem Friedhof eine wirklich schöne Kapelle, die für Trauerfeiern genutzt wird. Was nicht so richtig funktioniert, ist die Stereo-Anlage in dem Gebäude.

Die leiert - wie man es früher von Bändern kannte. Das tut sie aber auch bei CDs. Liebe Verantwortliche: Wenn’s denn mit einem Kännchen Öl nicht behoben ist, lasst das Gerät doch einfach mal nachgucken. Es ist nicht schön, wenn die letzte Musik für einen lieben Angehörigen sich anhört, als stamme sie aus der Zeit des Grammophons.

Ein Abschied mit Pauken und Trompeten

Wir kommen zu einem Abschied der anderen Art. Ein Mann der leisen Töne war Daniel Slomka nie. Jetzt verlässt der CDU-Ratsherr und frühere Vorsitzende der Mittelstandsvereinigung Tönisvorst. Mit einer großen Sause am Vorabend des Vatertags an der Jahn-Sportanlage. Natürlich waren viele Weggefährten da. Und sogar einen der drei Bürgermeister-Kandidaten hatte Slomka eingeladen.

Nein, es war nicht wie Sie vielleicht vermuten, Thomas Goßen von der CDU. Vielmehr hatte Daniel Slomka Uwe Leuchtenberg (SPD) eingeladen. Was uns zu der Frage führt, wer außerdem noch keine Einladung hatte. Kurze Antwort: der Fraktionsvorstand.

Vorster nähert sich der Marke von 40 Büchern

"Sie glauben doch wohl nicht im Ernst, dass ich einen Mittagsschlaf halte." Dr. Ernst Boekels, Gründer von action medeor und Vorster Mediziner-Legende, gibt sich empört. Er habe keine Zeit zu schlafen, sagt der Mann. Jedenfalls nicht tagsüber.

Und was treibt ihn um? Immer noch schreibt der 81-Jährige Bücher. Mittlerweile hat er bereits 36 an der Zahl verfasst, was doch schon einen erkennbaren Raum in seinem Bücherregal zu Hause einnimmt.

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