Wussten Sie, dass der Willicher Bürgermeister Josef Heyes drauf und dran ist, eine Fernseh-Karriere hinzulegen?

Willich/Tönisvorst. Seit einiger Zeit sind die Straßenarbeiten an der Corneliusstraße/Ecke Nordring in St. Tönis abgeschlossen. Doch das Toilettenhäuschen wartet immer noch auf Kunden, obwohl doch gar kein Arbeiter mehr vor Ort ist. Oder liegt dieser Straßenpunkt etwa verkehrstechnisch so günstig, dass hier vielleicht der ein oder andere Radler Station macht? Plausibler ist sicher, dass das Teil einfach nur vergessen wurde.

Und auf einmal war der ganze Müll verschwunden

Rückblick: Da hatte der Stadtflüsterer letzte Woche berichtet, dass sich der SPD-Ratsherr Uli Winkler über den Müll und Unrat am Anrather Bahnhof geärgert und sich deswegen an die Stadtverwaltung gewandt hat. Zu seinem Erstaunen musste er am Mittag des Tages, an dem das Foto erschien, feststellen, dass sämtliche Farbeimer, Möbelstücke, Renovierungsreste und anderer Unrat, der dort bei "Nacht und Nebel" von irgendwelchen rücksichtslosen Individuen abgelagert worden war, bereits beseitigt wurde.

"Egal, ob der Auslöser durch die Berichterstattung des Stadtflüsterers oder durch mein persönliches Anschreiben erfolgte, ich möchte mich auf diesem Weg für die prompte Säuberung des Platzes bedanken", sagt Winkler.

Von der erfolgreichen Suche nach Sponsoren

23 Zusatzjobber, so genannte Ein-Euro-Jobber, setzen die Gemeinschaftsbetriebe Willich (früher Bauhof) unter anderem für die Stadtreinigung ein. Da es bislang keinen Mannschaftswagen für die Truppe gab, litt ein effektiver Einsatz der Zusatzjobber bisher unter der fehlenden Beweglichkeit. Das ist jetzt vorbei. Ein Werbemobil konnte nun ohne Kostenbeteiligung der Stadt beschafft werden.

Die Umsetzung der Idee hat die Zusammenarbeit mit der Firma ProMobil aus Speyer möglich gemacht, Bürgermeister Josef Heyes dankte bei der Einweihung allen Sponsoren. Dabei ist übrigens der Festspiel-Verein vertreten. Der ansonsten bekanntlich selbst immer eifrig mit der Suche nach Sponsoren beschäftigt ist. Aber was tut man nicht alles? Trotzdem lässt diese Nachricht den Stadtflüsterer ein wenig grübelnd zurück.

Auf der Suche nach eine "mobilen ethnischen Minderheit"

In der vergangenen Woche schnappte die Polizei zwei Mädchen in Wekeln. Bei den 12 und 15 Jahre alten Schwestern soll es sich um Einbrecherinnen handeln, die bundesweit in Erscheinung getreten sind. Die beiden sind der Polizei bekannt, gehören zu einer "mobilen ethnischen Minderheit ohne festen Wohnsitz". Eine lange Fahndungs-Umschreibung, die man sich kaum merken kann. Andere formulieren es daher kürzer und knapper: "Rotations-Europäer".

Von einem Bürgermeister, der eine Fernseh-Karriere hinlegt

Wir bleiben einen Moment in Willich und bei seinem omnipräsenten Bürgermeister Josef Heyes. Der Mann macht noch richtig Fernseh-Karriere. Mit seiner Idee, sich von den Bürgern Geld zu leihen, wird er jetzt schon fast rundgereicht. Vor einigen Wochen war er beim WDR in der Sonntagssendung "Westpol". Die hat noch nicht so eine wahnsinnig hohe Einschaltquote. Vergangene Woche schaffte es Heyes bis in den roten Sessel von Stern TV und in die Sendung des ebenso omnipräsenten Günther Jauch. Neben dem Offenbacher Kämmerer, der über richtig ernsthafte Finanzprobleme klagte, machte der Schiefbahner nicht mal eine wirklich schlechte Figur.

Anrath zeigt Flaggen - es könnten aber noch mehr sein

Fahnen werden zu besonderen Anlässen gehisst. In Anrath wehen schon etliche der blau-gelben Fahnen mit dem Wappen der Gemeinde. Es dürften aber noch einige mehr sein, wünscht sich der Bürgerverein. Und dies nicht nur zum kommenden Fest-Wochenende, sondern "am liebsten bis in den Herbst hinein", so Vereinsvorsitzende Karla Meiendresch. Schließlich feiert der Ort sein 1000-Jähriges doch ein ganzes Jahr lang. Und bei blauem Himmel und leichtem Wind sehen die Fahnen einfach prächtig aus.

Wie man sich so richtig unbeliebt machen kann

Ganz klar, es kann nicht immer Aufgabe eines Politikers sein, sich beliebt zu machen. Aber manchmal kommen auch Äußerungen, mit denen sich Politiker bei bestimmten Menschen richtig unbeliebt machen. Einen solchen Moment gab es letzte Woche im Tönisvorster Planungsausschuss. Der diskutierte über das künftige Aussehen des Vorster Ortskerns. Zur Stellung der Kirche in dieser Geschichte meine der Ausschuss-Vorsitzende Hans-Joachim Kremser (SPD) Richtung des Vorster Pfarrers Kamm: "Da handelt die Kirche doch nach dem Motto: Ruinen schaffen ohne Waffen." Das klingt nicht gerade wie der Beginn einer Männerfreundschaft.

Vorausschauend oder einfach vergesslich?

Schon ein bekanntes Phänomen ist, dass zwei Wochen nach einer Wahl viele Plakate immer noch nicht abgebaut sind. Hier können sich wirklich die Vertreter aller Parteien an die eigene, überlebensgroße, Nase fassen. Oder geschieht das etwa im Hinblick darauf, dass in Düsseldorf sämtliche Koalitionsgespräche scheitern und Neuwahlen ausgeschrieben werden müssen?

Kein Platz für das neue Logo der Apfelstadt

Es ist überall zu sehen: das neue Logo der Apfelstadt, der Apfel. Überall? Nein, ausgerechnet am Verwaltungsgebäude an der Bahnstraße in St. Tönis prangt immer noch das "TV" auf den Glastüren. Das sorgt bei einigen Bürgern für Verwunderung, andere schütteln den Kopf.

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