Die Kreis-Verkehrswacht hat neue Aktionen mit Signalwirkung gestartet. Sie sollen vor allem Kinder schützen.

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Im Bereich Jäger- und Feldstraße in St.Tönis wurden die Holzpuppen am Mittwoch aufgestellt. Kinder haben dabei geholfen.

Im Bereich Jäger- und Feldstraße in St.Tönis wurden die Holzpuppen am Mittwoch aufgestellt. Kinder haben dabei geholfen.

Friedhelm Reimann

Im Bereich Jäger- und Feldstraße in St.Tönis wurden die Holzpuppen am Mittwoch aufgestellt. Kinder haben dabei geholfen.

St. Tönis/ Willich. Erst einmal macht die vierjährige Katharina vom Kindergarten "Mullewapp" unliebsame Bekanntschaft mit dem Holz-Kameraden: Der fällt ihr gegen den Kopf. Es geht glimpflich aus. Die Puppen, die jetzt die Kreis-Verkehrswacht auch in St. Tönis aufstellte, haben eigentlich eine nützliche Funktion: Sie sollen die Autofahrer an neuralgischen Punkten zum vorsichtige Fahren bringen.

Die zwei Puppen sind am Mittwoch an Feld- und Jägerstraße am Kindergarten "Mullewapp" und der Kindertagesstätte "Wiesenzauber" aufgestellt worden. "Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sie besser angenommen werden als Verkehrszeichen, die nur für eine kurze Zeit eine Signalwirkung haben", sagt der Vorsitzende der Kreis-Verkehrswacht, Dieter Lambertz.

"Ich kenne sogar deine Telefonnummer, 110", plaudert bei der Installation Suriyan (4) mit dem Verkehrssicherheitsberater der Polizei, Oberkommissar André Schmitz. Die Kinder weihen die hölzernen Puppen mit ein, halten auch die Tafeln mit den Aufschriften "Tempo 30" und "Achtung Kinder" in die Höhe. Mit dabei ist auch der St. Töniser Ortspolizist, Frank Hage.

14 neue Schilder in der JVA-Schreinerei sind bestellt

Acht dieser Holz-Paare hat die Verkehrswart mit Hilfe der Stiftung der Sparkasse Krefeld in den Willicher Stadtteilen bereits aufgestellt. 14 neue Schilder wurden gerade in der Schreinerei der Anrather Justizvollzugsanstalt neu hergestellt. Einige von ihnen werden bald in Grefrath und Nettetal platziert. "Vorst kommt auch noch dran", versichert Stadt-Pressesprecherin Catharina Perchthaler.

Eine Plakataktion, mit der auf die Gefahren von erhöhter Geschwindigkeit und Alkohol am Steuer aufmerksam gemacht werden, kündigt Lambertz für Ende des Jahres an. Und Verkehrssicherheitsberater André Schmitz hat noch einen Tipp für Eltern: "Da die Unfälle von verunglückten Kindern mit dem Fahrrad zugenommen haben, kann ich nur appellieren, die Kinder nicht zu früh und erst nach genauer Anleitung mit dem Rad fahren zu lassen."

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