42 Gruppen zogen am Sonntag durch St.Tönis, weniger als im vergangenen Jahr. Das tat der Stimmung aber keinen Abbruch.

„Eine Schule ohne Namen ist wie ein Kostüm ohne Farbe“ meinen Jugendliche der Realschule Tönisvorst.
„Eine Schule ohne Namen ist wie ein Kostüm ohne Farbe“ meinen Jugendliche der Realschule Tönisvorst.

„Eine Schule ohne Namen ist wie ein Kostüm ohne Farbe“ meinen Jugendliche der Realschule Tönisvorst.

Friedhelm Reimann

„Eine Schule ohne Namen ist wie ein Kostüm ohne Farbe“ meinen Jugendliche der Realschule Tönisvorst.

St. Tönis. Auf Schnee und Eis sind die Narren offenbar nicht heiß: 42 Gruppen machten am Sonntag mit, davon 20 Großwagen - im Vorjahr waren es noch 50. Auch die Zahl der Zuschauer hatte deutlich abgenommen. Das tat der Stimmung keinen Abbruch.

Die grauen Herren

Auf den närrischen Nachwuchs ist Verlass: Das Michael-Ende-Gymnasium stellte den größten Zug: 110 Jugendliche traten als "die grauen Herren" in Erscheinung. "Schule ohne Namen ist wie ein Kostüm ohne Farbe", erklärten 56 Schüler der Realschule Tönisvorst, die zum ersten Mal mitmachte.

Geschulte Begleiter

Viel Sicherheit: Wagenbegleiter hatten Schulungen gemacht, um den närrischen Lindwurm sicher durch St. Tönis zu lenken. Für sie galt selbstverständlich Alkoholverbot.

Besonders beliebt: Das Fellkostüm

Nie war es so wertvoll wie am Sonntag: Das wärmende Kostüm. Pelztiere aller Art waren als Verkleidung besonders beliebt. Im Löwenfell ließ es sich auch bei minus zwei Grad aushalten.

Die überdachte Feier

Mexikaner, Indianer, Tomaten - die Mischung macht’s: Eine private Gruppe feierte am Straßenrand mit einem überdachten Wagen. Begonnen hatte alles vor sieben Jahren, als Niklas Aldenkirchs wegen eines Bänderrisses nicht gehen konnte. Der Bollerwagen wurde immer weiter aufgepeppt. Dachdecker Frank Dahmen sorgte für das Dach, für 2011 ist eine Regenrinne geplant.

Blauröcke als Cowboys

Besser spät als nie: Die Feuerwehrtrommler Stenden aus Kerken waren kurzfristig als sechste Kapelle angereist - nicht als Blauröcke, sondern als Cowboys.

Kölsch statt Alt an Bord

Ulli Weckauf kam als Möchtegern-Prinz in rosafarbenen Ornat und lud zur Suche nach dem "Super Prinzenpaar" ein. Leonhard Schäfer spielte Dieter Bohlen, den gestrengen DSDS-Juroren. Eine weitere Provokation: Man hatte nicht Alt, sondern Kölsch an Bord.

Jede Menge Spaß gemacht

Heino Thelen war vor zwei Jahren Karnevalsprinz - sein Resumée lautet wie folgt: "Himmel und Hölle hat’s mir gebracht und dabei sehr viel Spaß gemacht."

Die Vorster Archäologen

"Xanten war gestern - Vorst ist heute": Die "Freunde der Nacht" traten als Germanen auf und brachten Lokalkolorit ins närrische Treiben: "Ausgrabungen bringen Euros satt für das 8-Millionen-Loch der Stadt".

Das hat das weiße Pferd...

Romantik pur: Das weiße Pferd auf der Blumenwiese war das Motiv des Reitvereins Seydlitz, der mit der "Villa Kunterbunt" durch den Ort zog.

Eine Skihütte zum Feiern

Ein Freundeskreis aus St.Tönis hatte aus dem Mottowagen eine Skihütte gemacht. Die dicken Overalls waren eine optimale Bekleidung. Nur mit der Rechtschreibung hapert es wohl ganz bewusst bei den "Aprä-Schi"-Fans.

Ein ganz alter Lanz Bulldog

Heiner Bergerfurth hatte ihn zum 60. Geburtstag bekommen, den Lanz Bulldog, Baujahr 1952. Der schnaufte ganz schön, als er gestern den Wagen der Prinzengarde mit seinen 55 Pferdestärken ziehen musste. Am Steuer: Dirk Bergerfurth, der Sohn des Besitzers. Der Vater ist übrigens Ehrenmitglied der Prinzengarde.

Versuchung in Schokolade

"Die süßeste Verführung, seit es Schokolade gibt": Die Landjugend verwandelte sich in 40 lila Milka-Kühe. Die weißen Latzhosen waren im Waschsalon lila eingefärbt worden - sie sind auch tauglich für den Christopher- Street-Day. Die Mädels der Landjugend hatten den Wagen mit lila Kühen bemalt.

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