Die Wache in St. Tönis erhält ein völlig anderes Gesicht. Die Stadt zahlt dafür über 1,6 Millionen Euro.

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Im neuen Heim der Feuerwehr (v.l.): Fachbereichsleiter Thomas Gossen, Ordnungsamtsleiter Wolfgang Schouten, Wehrführer Hermann Snellen (sitzend) und Ralf Sprankmanns (Bauleitung bei der Stadt).

Im neuen Heim der Feuerwehr (v.l.): Fachbereichsleiter Thomas Gossen, Ordnungsamtsleiter Wolfgang Schouten, Wehrführer Hermann Snellen (sitzend) und Ralf Sprankmanns (Bauleitung bei der Stadt).

Lübke

Im neuen Heim der Feuerwehr (v.l.): Fachbereichsleiter Thomas Gossen, Ordnungsamtsleiter Wolfgang Schouten, Wehrführer Hermann Snellen (sitzend) und Ralf Sprankmanns (Bauleitung bei der Stadt).

St. Tönis. Der Geruch von frisch verlegtem Fußboden und Wandfarbe hängt noch in der Luft. Doch das stört niemanden. Dafür ist die Freude über die komplett sanierte erste Etage der Feuerwache St. Tönis viel zu groß.

Nachdem sich der Stadtrat im vorigen Jahr für die Sanierung und Vergrößerung der Feuerwache und damit gegen einen Neubau ausgesprochen hatte, ist jetzt das erste Ergebnis sichtbar. Schulungsraum samt technischer Ausrüstung und Toiletten zeigen sich im neuen Outfit. Dazu entstand aus einer ehemaligen Kleider- und Abstellkammer eine geräumige Küche.

"Er zog aus der Wohnung aus, und das genau zur rechten Zeit."

Hermann Snellen

Damit aber nicht genug. Die Feuerwache hat sich um die ehemalige Wohnung des früheren Gerätewartes vergrößert. "Er zog aus der Wohnung aus, und das genau zur rechten Zeit", verrät Hermann Snellen, Leiter der Feuerwehr. Die gesamte Wohnungsfläche kam hinzu.

"Wir haben Wände herausgerissen und versetzt und damit die benötigten Räume geschaffen", berichtet Architekt Uwe Lambertz. Auf diesem Weg entstanden ein großer Raum samt Abstellkammer für die Jugendfeuerwehr sowie ein Garderobenraum und ein kombinierter Büro- und Besprechungsraum für Löschzug- und Wehrführer. "Das alles hatten wir vorher nicht. Die Jugendfeuerwehr hauste im Keller. Wenn es etwas zu besprechen galt, passierte dies zwischen Tür und Angel", sagt Snellen.

Die Zeit für diese Maßnahme sei reif gewesen. Die Feuerwehr brauche eine moderne Basis, von der aus sie arbeiten könnte. "Wir benötigen nicht nur Wagen und technische Ausrüstung, sondern auch ein vernünftiges Zuhause, um für die künftigen Aufgaben gerüstet zu sein", betont Bürgermeister Albert Schwarz.

Damit der Betrieb der Freiwilligen Feuerwehr ungestört weiter laufen kann, sind die Sanierungs- und Vergrößerungsmaßnahmen in Bauabschnitte unterteilt. Der Kernsanierung der ersten Etage folgt nun der Neubau, der sich auf einer Fläche von rund 500 Quadratmeter um das alte Gebäude herum zieht. Er wird eine neue Fahrzeughalle mit vier Stellplätzen samt Waschplatz für Fahrzeuge, die Atemschutz- und Fahrzeugwerkstatt, Lagerräume, Umkleiden und Sanitärräume beherbergen.

Letztere werden nach den neuesten Erkenntnissen gebaut. "Es ist ein so genannter Schwarz-Weiß-Bereich. Bei Kontaminierungen gehen wir hinein und kommen sauber heraus. Wir kommen dabei mit den kontaminierten Dingen nicht mehr in Berührung. Bislang ist das nicht möglich", berichtet Snellen.

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