Für Kinder wurde im St. Töniser Wasserturm die Komödie „Oha, eine Leiche“ aufgeführt.

Eine Szene aus „Oha, eine Leiche“.
Eine Szene aus „Oha, eine Leiche“.

Eine Szene aus „Oha, eine Leiche“.

Kurt Lübke

Eine Szene aus „Oha, eine Leiche“.

St. Tönis. Die "Theatertage im Wasserturm" begannen am Freitagabend mit einem gewissen Gruselfaktor: "Oha, eine Leiche" hatte alle Zutaten, die eine britische Krimi-Komödie ausmachen.Da fehlten weder Miss Marple noch Sherlock Holmes. Angereichert und aufgelockert wurde das Stück durch Hip-Hop- und Breakdance-Einlagen.

Da am Dienstag um 19 Uhr eine weitere Aufführung ansteht, soll an dieser Stelle noch nicht verraten werden, wie es ausgeht. Andrea Crusius von "Kunst & Kultur im Wasserturm" wirbelte bis zur letzten Minute hinter den Kulissen herum und auch die Akteure waren tierisch aufgeregt.

Es war eine Patchwork-Inszenierung, für die es aus der Sicht von Andrea Crusius gute Gründe gibt: "Breakdance spricht vor allem die Jungs an, die wiederum trauen sich Theater spielen oft nicht zu."

Die 12-jährige Jacqueline war denn auch die einzige weibliche Breakdancerin, während nicht alle Schauspiel-Rollen besetzt werden konnten, so dass es zu Doppelbesetzungen kam, Mädchen auch männliche Rollen übernehmen mussten.

Unzählige Male wurde der rote Vorhang zu- und wieder aufgezogen: Die Handlung war in kurze Szenen unterteilt und damit auch für ein Publikum "mundgerecht" serviert worden, das sich sonst schnell langweilt.

Was ebenfalls auffiel, waren die rasch wechselnden Bühnenbilder und die recht aufwändigen Kostüme. Die nicht immer ganz kurzen Texte saßen. Die Zuschauer erlebten skurrile und zum Teil schrullige Typen wie Miss Marple (Lisa Böhner), einen Schmetterlingsforscher (Carina Thees) und die allzu neugierige Reporterin (Lena Wehlings).

Svenja Hoff war sowohl Henry, der männliche Part eines Räuberpärchens sowie Watson, die "rechte Hand" von Sherlock Holmes (Marc Ingenhag). Der trat betont klischeehaft auf, mit Trenchcoat, Pfeife und ziemlich pfiffigen Fragen.

Das Ermittlungschaos in der etwas angestaubten Pension "Dead Body Inn" sollte seinen Lauf nehmen - es ging mitunter rasant zu auf der Bühne - und es wurde geschossen. Beachtenswert auch die kleinen Details wie das lodernde Feuer im Kamin - auf einem Laptop-Monitor. Mit flotten Tanz zu Michael Jackson"s "Thriller" verabschiedeten sich die Akteure von den Zuschauern.

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