Jubiläum: Das Mandolinenorchester St. Tönis ist 90 Jahre alt geworden. Dazu gibt’s eine Ausstellung im Heimathaus.

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Rolf Labusch (l.), musikalischer Leiter des Mandolinenorchesters und Rüdiger Sorgalla (1. Vorsitzender) feiern das runde Jubiläum.

Rolf Labusch (l.), musikalischer Leiter des Mandolinenorchesters und Rüdiger Sorgalla (1. Vorsitzender) feiern das runde Jubiläum.

Kurt Lübke

Rolf Labusch (l.), musikalischer Leiter des Mandolinenorchesters und Rüdiger Sorgalla (1. Vorsitzender) feiern das runde Jubiläum.

St. Tönis. Das ist lange her: Der 5.Mai 1920 war im Lokal der Witwe Wimmers die Geburtsstunde des Mandolinenorchesters St. Tönis. Damals waren es 15 junge Mandolinen- und Gitarrenspieler, die sich zunächst zum Wanderclub "Gut Freund" zusammen schlossen.

Professionell wurde es dann kurz nach der Gründung, als ihnen der erste Dirigent Josef Blasius das Notenlesen beibrachte und später auch erfolgreiche Leistungswettbewerbe durchführte. Mit einer kleinen Ausstellung im Heimathaus Antonius wird jetzt an die 90-jährige Geschichte des Vereins erinnert.

Vorsitzender Rüdiger Sorgalla (62), der dem Orchester mit einigen Unterbrechungen seit 1954 angehört, hatte in erster Linie mit Martina Beckmann, Hanni Röttches, Klaus-Peter Lux und Rolf Labusch die Ausstellung möglich gemacht, bei der zahlreiche Collagen an die vielen konzertanten, aber auch geselligen Auftritte des Orchesters erinnerten.

Vergilbte Kassenbücher, Zupf-Journale, Notenblätter und -verzeichnisse oder historische Mandolinen und Gitarren unterstreichen das stolze Alter des Orchesters.

"Natürlich würden auch wir uns über Nachwuchskräfte freuen", sagt Rüdiger Sorgalla und verweist auf den Altersdurchschnitt: etwa 55 Jahre. "Küken" ist die 29-jährige Julia Caelers. Hingegen ist das "Allround-Talent", der Mandolinen- und Mandolaspieler Walter Wimmers (77), bereits seit sechs Jahrzehnten aktiv dabei.

Die Ausstellung im Heimathaus kann bis zum 13. Juni besichtigt werden: samstags und sonntags von 10 bis 13 Uhr; mittwochs ab 18 Uhr. Während der Pfingsttage ist das Antoniushaus geschlossen.

Mittwochs probt das Mandolinen-Orchester im Heimathaus jeweils ab 19.30 Uhr.

Am Sonntag, 30. Mai, 11 Uhr, findet eine Matinée zum Thema Mandoline statt. Für die Kinder gibt es eine "Zupfmusik zum Anfassen" am Sonntag, 6. Juni, 15 Uhr. Am Sonntag, 13. Juni, wird um 11 Uhr zudem eine Gitarren-Matinée angeboten.

Für das 13-köpfige Orchester mit seinem Dirigenten Rolf Labusch begann der Jubiläumstag mit der Gestaltung der Messe in der katholischen Pfarrkirche. Danach ging es ins Heimathaus, wo mit einem Gläschen Sekt auf den runden Geburtstag angestoßen wurde.

Zum Festkonzert gibt’s eine Jubiläums-Partitur

"Unser diesjähriges konzertantes Highlight ist aber der 19.September", sagt der Vorsitzende und weist schon jetzt auf das große Jubiläumskonzert im Mertenshof um 17 Uhr hin. Eigens dafür hat Gitarrist Marlo Strauß eine Jubiläums-Partitur geschrieben.

Mitwirkende sind neben dem St. Töniser Orchester das Mandolinenorchester Hüls, die Mandolinen- und Klarinettenspieler Natalia Marachova und Albert Galimzanov sowie die erste Professorin in Deutschland, die das Spiel auf den Barock-Instrumenten lehrte: Marga Wilden-Hüsgen (Aachen).

Die St. Töniser Klanggemeinschaft will eine Jugendgruppe aufbauen. Mit Anja Kox ist eine Anleiterin und Lehrerin vorhanden.

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