CDU und SPD nur für Lückenschließung.

St. Tönis. Das geplante Neubaugebiet Laschenhütte/Feldburgweg ist vom Tisch. Nach (getrennten) Informations-Veranstaltungen mit den Bürgern haben sich die CDU und die SPD dagegen ausgesprochen. Beide Fraktionen sind sich einig darin, nur eine minimale Baulückenschließung zuzulassen. Die CDU hat schon einen entsprechenden Antrag gestellt.

Weit über 100 Bürger bei der CDU und über 50 bei der SPD machten deutlich, dass mit dem Bebauungsplan ein "heißes Eisen" angepackt worden war. Die Mehrheit der Anwohner ist klar dagegen, sich die Landschaft durch bis zu 150 neue Häuser verbauen zu lassen. Entsprechend eisig war der Wind, der den Politikern wenige Wochen vor der Kommunalwahl ins Gesicht blies.

Verwaltung hat nun den "Schwarzen Peter"

Beide Parteien hatten sich in der Vergangenheit nicht immer eindeutig gegen die Baupläne ausgesprochen. Als dort 2004 ein neuer Flächennutzungsplan aufgestellt wurde, waren nur die Grünen dagegen. "Und als ich im Vorjahr ein Grobkonzept im Planungsausschuss vorstellte, gab es dafür auch eine klare Mehrheit", erinnert sich Kurt Viethen von der Stadtverwaltung. Die SPD hatte allerdings schon im April 2008 Abstand von der Idee genommen.

Jetzt sind alle dagegen, und die Verwaltung hat den Schwarzen Peter. Viethen äußerte sich "traurig" darüber. Und erinnert daran, dass man schon heute die Bauinteressenten in Tönisvorst nicht befriedigen könne. Da helfe auch eine Lückenschließung mit vier, fünf Häusern nicht.

Um in künftige Planungen die Bürger der Laschenhütte besser einzubinden, hat die CDU nun einen Workshop beantragt. Und auch die SPD ist für die "enge Abstimmung mit den Bürgern".

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