Die Firma Sibu hat ihren Sitz von Krefeld nach St. Tönis verlegt. Hier will sie nochmals expandieren.

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Elke Stiegen, Vorsitzende der CDU-Mittelstandsvereinigung, mit Sibu-Chef Sinan Bulca und dem Landtagabgeordneten Stefan Berger (v.l.).

Elke Stiegen, Vorsitzende der CDU-Mittelstandsvereinigung, mit Sibu-Chef Sinan Bulca und dem Landtagabgeordneten Stefan Berger (v.l.).

Reimann

Elke Stiegen, Vorsitzende der CDU-Mittelstandsvereinigung, mit Sibu-Chef Sinan Bulca und dem Landtagabgeordneten Stefan Berger (v.l.).

St. Tönis. Die Stadtfarben von Tönisvorst, gelb und blau, trägt das Krankentransportunternehmen Sibu schon seit Jahren. Aber erst seit Anfang September dieses Jahres hat Sibu auch seinen Sitz in der Apfelstadt. "Ich selbst bin Ur-Krefelder und habe mein Unternehmen in meiner Heimatstadt gegründet. Aber dort findet man zuwenig Fläche zum Expandieren", erklärt Inhaber Sinan Bulca.

Vergrößert hat sich die Firma kontinuierlich. Was vor 13 Jahren als Ein-Mann-Betrieb mit zwei Aushilfen und einem Fahrzeug startete, ist heute ein Unternehmen mit 78 festangestellten Mitarbeitern, 82 Teilzeitkräften und einer Wagenflotte von 30 Fahrzeugen.

Los ging alles 1996. Als ausgebildeter Rettungssanitäter stellte Bulca fest, dass es bei Krankentransporten noch eine Marktlücke gab. Der damals 25-Jährige entschloss sich, den Sprung in die Selbstständigkeit zu wagen und gründete, aus seinem Vor- und Zunamen zusammengesetzt, die Sibu Krankenfahrten. Am 1. November war er mit seinem ersten Krankenwagen auf Krefelds Straßen unterwegs.

Die Fahrzeugflotte der Firma wuchs kontinuierlich

Zu dem Fahrzeug kamen bald ein zweites und ein Drittes. Vier Vollzeitkräfte sowie mehrere Aushilfen folgten. Größere Geschäftsräume und vor allen Dingen eine Halle für die Fahrzeuge mussten her. Der erste Umzug innerhalb Krefelds erfolgte, dem sich aufgrund der ständigen Vergrößerung bald Umzug Nummer zwei anschloss. Im Jahr 2001 waren es so schon 18 Vollzeitmitarbeiter, 15 Teilzeitkräfte und acht Fahrzeuge. Monatlich kamen rund 2000 Patiententransporte zusammen, Tendenz steigend.

2009 war es dann klar, Krefeld kann den benötigten Raum nicht mehr bieten. "Ich habe mich im Umkreis umgesehen und bin in St. Tönis, wo ich übrigens auch meine Frau kennengelernt habe, fündig geworden. Die Räumlichkeit am Tempelsweg passt wie die Faust aufs Auge", berichtet Bulca. Die gelben Wagen mit der blauen Aufschrift "Krankentransporte sitzend und liegend" sind nicht nur in Krefeld, Tönisvorst und Kempen bekannt. Kunden gibt’s in Duisburg, Kaarst, Geldern, Moers, Meerbusch und vielen andere Städten. Das Unternehmen ist bekannt für niedrige Preise.

Krankentransportfahrten innerhalb eines Stadtgebietes schlagen mit 39,50 Euro zu Buche. Bei Fahrten außerhalb des Stadtgebietes kommen für jeden außerhalb gefahrenen Kilometer 1,15 Euro dazu.

Neben Dialysefahrten sind es unter anderem Rehafahrten, Krankenverlegungen, Einweisungen und Entlassung, die geleistet werden.

"Den Satz, "das geht nicht", gibt es bei uns nicht. Wir machen jede Fahrt möglich", betont der 38-jährige Firmeninhaber. Möglich macht dies die moderne Wagenflotte, die mit GPS ausgestattet ist, so dass man jederzeit weiß, wo ein Wagen steckt. In zwei Leitstellen, für den Großraum Krefeld und die Region Duisburg, koordinieren Mitarbeiter die Fahrten und arbeiten aktuelle Anfragen in den Tagesplan mit ein. 300 bis 350 Fahrten kommen pro Tag zusammen.

Wie bei Sibu der normale Tagesablauf ist, darüber informierten sich jetzt auch der Tönisvorster Bürgermeister Thomas Goßen und der CDU-Landtagsabgeordnete Stefan Berger samt der CDU-Mittelstandsvereinigung. Übrigens, expandieren will Sibu weiter. Noch in diesem Jahr kommen drei weitere Krankenfahrzeuge hinzu.

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