An der Corneliusstraße nähern sich Schüler vielen Facetten der Bildenden Kunst.

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Lena in Filz gewickelt: In der Werkstatt entstehen aus Wolle, Seife und Wasser Bilder, Blumen oder Mobiles.

Lena in Filz gewickelt: In der Werkstatt entstehen aus Wolle, Seife und Wasser Bilder, Blumen oder Mobiles.

Reimann

Lena in Filz gewickelt: In der Werkstatt entstehen aus Wolle, Seife und Wasser Bilder, Blumen oder Mobiles.

St. Tönis. Noel (6) mag alles, "was fliegen kann, schnell ist und Lautstärke hat". Als Konstrukteur von Zukunfts-Fluggeräten ist er goldrichtig im Projekt "Die Welt von morgen". Es ist eins von 13 kreativen Themen, die bis Freitag die Vormittage in der Grundschule Corneliusstraße bestimmen.

Noels Düsenjet aus einem Karton Katzenfutter, Pappröhren und Alufolie hat schon Form angenommen. Genauso wie der Doppeldecker "Thunderbird" von Lennart und Nils, beide acht Jahre alt, aus der zweiten Klasse. Sie haben vorne an den Flieger mit den beweglichen Tragflächen aus Pappe einen Kleiderbügel angebracht.

"Der wird ausgefahren, um zu landen", sagt Lennart. Nils behauptet, 20 Leute könnten in diesem Forschungsflugzeug mitfliegen. Für den Propeller hat Lennart aus stabilem Draht ein Oval um eine Pappröhre gebogen. Ein Daniel Düsentrieb wäre blass vor Neid geworden.

Alle Schüler, Schulleiterin Ulrike Dau, das Kollegium und helfende Mütter sind in der Schule und auf dem Freigelände zurzeit mit "Bildender Kunst" beschäftigt. Nach dem Motto "In jedem steckt ein kleiner Künstler" können die Kinder ihr Talent testen - in der Filzwerkstatt, beim Gestalten eigener Gipsmasken oder beim Anstreichen der sechs Totempfähle, deren Balken vor der ersten Farbschicht erst noch geschliffen werden mussten.

Während in der Welt von morgen nur Jungen unterwegs sind, gruppieren sich um Lehrerin Stefanie Stammsen vor allem Mädchen und Hennes (7). Er hat drei lange Schlaufenschlangen vor sich liegen, alle mit dem Finger, statt mit der Häkelnadel gefertigt.

"Ich mache jetzt eine Schnecke", sagt er. Die anderen wollen Taschen und Fingerpuppen häkeln. Alles, was die Kinder fertigen, wird am Freitag in der Grundschule Corneliusstraße ausgestellt und kann von 10 bis 11.30 Uhr besichtigt werden.

Gespannt darf man auch auf die Hundertwasser-Häuser sein, die bei Lehrerin Ulrike Schürger entstehen. Jeremy beklebt gerade sein Mehr-Etagen-Modell aus H-Milch-Packungen, Chipsrolle und Joghurt-Ecke mit Zeitungspapierschnipseln. Gut, dass er dafür eine alte Ausgabe zerrissen hat. So kann er diesen Artikel hier ungeleimt lassen. Ab Mittwoch wird Jeremys Hundertwasser-Haus kunterbunt angestrichen.

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