Die Deutsche Junior-Meisterin Diana Helten ist aus St.Tönis.

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Gemeinsam agil: Diana Helten feuert ihre Hündin Glory an, die wendig durch den rot-blauen-Stangenwald läuft.

Gemeinsam agil: Diana Helten feuert ihre Hündin Glory an, die wendig durch den rot-blauen-Stangenwald läuft.

Friedhelm Reimann

Gemeinsam agil: Diana Helten feuert ihre Hündin Glory an, die wendig durch den rot-blauen-Stangenwald läuft.

St. Tönis/Anrath. Wenn Simone Helten mit Tochter Diana und ihren drei Terriern das Übungsgelände des Schäferhundvereins Anrath erreicht, sind die Tiere nicht mehr zu bremsen. Der Parkplatz neben dem Sportplatz ist voll mit Kombis, in denen Hunde vor Vorfreude jaulen oder sich lauthals beschweren, wenn es eine Verzögerung gibt und sie nicht sofort den Parcours stürmen dürfen.

Diana Helten ist in den letzten sechs Jahren zweimal wöchentlich mit Glory den Parcours abgelaufen, eher abgejoggt, denn die Hündin legt ein ziemliches Tempo vor. Es hat sich gelohnt für Diana aus St.Tönis: Die 18-Jährige hat Pfingsten bei der Deutschen Jugend- und Juniorenmeisterschaft in Gera Platz eins gemacht. Einen Pokal, Ehre, Sponsoring und einen Sack Hundefutter hat sie für den Sieg bekommen.

Schäferhundverein bietet Welpen-Kindergarten an

An der Meisterschaft hat sie allerdings nicht mit ihren eigenen Hunden teilgenommen, sondern mit Leihhündin Mischka Camila vom Haus Salztalblick. Bei dem Wettkampf durften nur echte Schäferhunde teilnehmen. Sie musste Mischka mittels Körpersprache und Zurufen dazu bewegen, in richtiger Abfolge einen schwierigen Hindernisparcours mit Brücken, Slalomabschnitten und Tunneln zu durchlaufen – möglichst schnell und fehlerfrei, in weniger als einer Minute.

Auch abseits von Turnieren profitiert die Schülerin von ihrem sportlichen Hobby, das sie fit hält fürs Sport-Abi im kommenden Jahr.

Glory hat schon als Welpe den Hundekindergarten des SV OG Anrath besucht. Je früher die Welpen mit dem Training beginnen, desto besser kann man sie an den Hundesport gewöhnen. Und sie dafür begeistern.

Gebrauchshunde, die zur Unterstützung der menschlichen Arbeit dienen, z.B. in der Rettung, Therapie, als Blindenhund oder als Lawinenspürhund, können beim Schäferhundverein Anrath ausgebildet werden. Auf dem Hundeparcours wird Agilitytraining angeboten.

Hunde ab acht Wochen können mit anderen Hunden ihres Alters herumtoben. Das fördert das Sozialverhalten und sie erlernen die Grundlagen des Gehorsams.

„Glory kann sich inzwischen auch tot oder schlafend stellen, krabbeln, Pfötchen und Laut geben, Männchen machen“, zählt Diana auf. Sogar die Zeitung kann die heute siebenjährige Hündin ans Bett bringen.

Sie ist mit dem Hindernisparcours bestens vertraut. In Windeseile hat Glory die Slalomstrecke hinter sich gebracht und saust durch den dunklen Tunnel. „Anfangs hassen das die Hunde alle“, sagt Diana. Überhaupt bedarf es viel Konzentration, um den Hund so über den Platz zu dirigieren, dass er die Übungen schafft. „Anfänger springen oft über die Kontaktstellen – dann schießen die Hunde bei der Wippe wie über eine Flugschanze“, sagt Diana, und prompt liefert ein schwarzer Mischling den Beweis.

„Man muss mindestens ein Jahr lang zweimal die Woche trainieren, bis ein Hund den Parcours bewältigt“, sagt Diana. Energiebündel Glory macht das Training sichtlich Spaß. Das einzige, was sie beruhigen kann, ist ihr oranges Lieblingsspielzeug. Wenn sie das bekommt und genüsslich kaut, ist an weiteres Training nicht zu denken. „Was jetzt nur hilft, ist Schinkenwurst“, sagt Diane. Zwei Jahre lang darf sie noch bei den Junioren mitmischen. Im Oktober wird sie mit Mischka beim Bundessiegerturnier in Donaueschingen antreten.

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