Schulleiter Willi Kamp geht in den Ruhestand. Am Donnerstag gab’s eine Feier mit Kollegen.

Heidi Labitzke überreichte im Namen der Belegschaft ein Präsent an Willi Kamp.
Heidi Labitzke überreichte im Namen der Belegschaft ein Präsent an Willi Kamp.

Heidi Labitzke überreichte im Namen der Belegschaft ein Präsent an Willi Kamp.

Kurt Lübke

Heidi Labitzke überreichte im Namen der Belegschaft ein Präsent an Willi Kamp.

St. Tönis. Ein fröhliches, selbst getextetes Liedchen haben die 26Lehrerinnen und Lehrer der Grundschule Hülser Straße zum Abschied von Schulleiter Willi Kamp gesungen. Der war sehr gerührt. Immerhin sieben seiner 24 Jahre dauernden Lehr-Tätigkeit hat er an dieser Schule verbracht.

Schon Konrektorin Beate Jacobs, die ihn bis zur Neu-Besetzung der Stelle kommissarisch vertreten wird, betonte in ihrer Rede seine Sachkompetenz, seine Fairness und seine Gesprächsbereitschaft. "Willi, es war schön mit Dir", endete sie.

Bürgermeister Thomas Goßen sagte in seinem Rückblick, dass er die Energie bewundert habe, mit der Kamp für die Belange "seiner Kinder" eingetreten sei. 380 Schüler werden an der Hülser Straße in 15 Klassen unterrichtet.

"Die Grundschule ist eine der wichtigsten Stationen im Leben der Kinder auf ihrem Weg in die Zukunft." Goßen kennt Kamp besonders aus der Aufbauarbeit für die Offene Ganztagsschule, die sechs Gruppen unterhält. "Er hat dafür gesorgt, dass diese Betreuungsform mit Qualität und Leben gefüllt ist."

Schulrat Thomas Bongartz lobte, dass Kamp die Bücherei aufgebaut hat. "Damit haben Sie die Kinder an die Literatur herangeführt." Beeindruckt hat ihn, dass Kamp selbst mit Hand angelegt hat, wenn es beispielsweise galt, Klassenräume zu streichen.

Willi Kamp ist Agrar-Ingenieur. Erst wollte er in diesem Bereich Lehrkraft werden, später entschloss er sich zu einer weiteren Ausbildung an der Pädagogischen Hochschule. Mit den Fächern Mathe, Chemie und Physik ging er 1972 an die Hauptschule Anrath. 1982 wurde er Leiter der Agnes-Miegel-Schule (heute: Astrid-Lindgren-Schule) in Schiefbahn.

Für die Schulleiterkollegen ergriff Michael Amdohr das Wort, der die katholische Grundschule leitet, die in nur 100 Meter Entfernung an der Schulstraße liegt. "Mit Dir war die Zusammenarbeit immer toll", sagte er und drückte ihn herzlich.

Als dann die Kolleginnen ihr Liedchen - von der Gitarre begleitet - anstimmten, davon sangen, dass er Blumen gegossen und Geschirr eingeräumt habe, brauchte auch der souveräne Kamp ein Taschentuch. "Der Alltag war leichter als der Abschied" sagte er und dankte dafür, "dass das eine Zeit war, auf die ich dankbar zurückblicken kann, in der ich reich beschenkt wurde".

Wenn sich die Kinder von ihm am heutigen Freitag verabschieden werden, wird es wahrscheinlich wieder schwer...

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