Mindestens vier Wochen wird das Hallenbad geschlossen. Die Kosten stehen noch nicht fest.

Das war vor vier Jahren: Arbeiter dichten den Beckenrand und die Dehnungsfugen um die Becken herum ab. Damals war das H2Oh fast acht Monate lang dicht.  (Archiv
Das war vor vier Jahren: Arbeiter dichten den Beckenrand und die Dehnungsfugen um die Becken herum ab. Damals war das H2Oh fast acht Monate lang dicht. (Archiv

Das war vor vier Jahren: Arbeiter dichten den Beckenrand und die Dehnungsfugen um die Becken herum ab. Damals war das H2Oh fast acht Monate lang dicht. (Archiv

Friedhelm Reimann

Das war vor vier Jahren: Arbeiter dichten den Beckenrand und die Dehnungsfugen um die Becken herum ab. Damals war das H2Oh fast acht Monate lang dicht. (Archiv

St. Tönis. Auf den ersten Blick klingt die Nachricht nicht besonders alarmierend: Das Tönisvorster Schwimmbad H2Oh macht ab dem 7. Dezember Grundreinigung und erledigt Reparaturen.

Das wiederholt sich jährlich und regt niemanden auf. Wäre da nicht gleich die Ankündigung, das Bad gleich für ein paar Wochen zu schließen. Und wenn dann noch von "Sorgenkindern" die Rede ist, stellen sich bei manchem Stammbesucher gleich die Nackenhaare auf.

"Wir wollen das ein für allemal regeln."

Christina Achtnich, Sprecherin der Niederrheinwerke

Die Whirl-Liegen im Freizeitbecken machen Probleme. Wenn die Teile repariert sind, müssen sie rund vier Wochen austrocknen. "Bis mindestens Jahresende bleibt geschlossen", teilen die Niederrheinwerke mit. Eventuell länger.

Wenn die Arbeiten am 7. Dezember losgehen und - mal angenommen - die Whirl-Liegen bereits nach einer Woche repariert wären, wären wir schon bei Mitte Januar? Christina Achtnich, Sprecherin der Niederrheinwerke, dementiert das. "Das ist ein sehr straffer Zeitplan. Aber wahrscheinlich kriegen wir es hin." Vielleicht dauere die Schließung ein paar Tage länger.

Das Problem gebe es schon lange, immer wieder seien die Liegeflächen undicht. Das hat zur Folge, dass sich die Fliesen lösen und es einen Wasserrückstau gibt." Woran das genau liege, sehe man erst, wenn das Wasser abgelassen sei.

Das Schwimmbad H2Oh stammt aus der Mitte der 90er Jahre.

Die Kosten für die Einrichtung waren schon beim Bau völlig aus dem Ruder gelaufen. In der Folgezeit musste das Freibad stillgelegt werden.

Von November 2004 bis Mitte Juni 2005 wurde aufwändig erneuert. Die Investition belief sich auf 1,5 Millionen Euro.

"Wir wollen das ein für allemal regeln." Allerdings kann sie nicht völlig ausschließen, dass dieser Teil nicht doch abgeschaltet werde müsse ("im allerschlimmsten Fall"). Zu den Kosten kann sie noch nichts sagen. Sicher scheint nur: Die Niederrheinwerke als Betreiber müssen löhnen.

Weitere Arbeiten: die Abgrenzung des Ruhebereichs der Sauna und die Erneuerung der Holzpaneelen an der Außensauna. Was zudem viel Aufwand macht und teuer ist: der Austausch von Dehnungsfugen und Fliesen rund um das Becken.

Das kommt dem ein- oder anderen bekannt vor

Manch’ treuer Badekunde oder WZ-Leser wird beim Lesen dieser Zeilen ein Deja-vu-Erlebnis ("schon mal gesehen") haben. So hieß es während der großen Renovierung 2005 in unserer Zeitung: "Unter anderem wurde die Beckenumrandung saniert, die Dehnungsfugen ausgetauscht, Rohre erneuert und die Beckenumrandung gestrichen."

Ein Blick in die Chronik ergab zudem: Just bei dieser Renovierung wurden die Whirl-Liegen erst installiert. Immerhin: Seither herrschte weitgehend Ruhe. Der damalige Geschäftsführer, Wolfgang Debus, hatte dagegen noch geklagt: "Es hat kein Jahr gegeben, in dem wir hier ohne Probleme arbeiten konnten."

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