Partei empört über Aktion der Neonazis.

St. Tönis. Stephan Hagemes, Pressesprecher der Partei "Die Linke", hat in einer Presseerklärung des Kreisverbandes Krefeld/Viersen den "Nazi-Anschlag gegen unseren jungen Genossen" scharf verurteilt. Wie berichtet, war in der Nacht zum 27. Dezember ein Haus an der Gelderner Straße von Unbekannten mit Steinen attackiert worden. Dabei gingen Haustür-Scheiben zu Bruch. Ziel des Anschlags war, wie ein in den Briefkasten gesteckter Flyer verriet, der 16-jährige Sprecher des Jugendverbandes der Linken. Wegen einer Namensgleichheit war von den Tätern allerdings das falsche Haus angegriffen worden.

Für heute Nachmittag ist eine Kundgebung geplant

"Es ist bezeichnend, dass die Rechten noch nicht einmal prüften, ob sie die richtige Familie im Auge hatten", schreibt Hagemes. Die Linke verurteile diesen Terror gegen einen Jugendlichen, der sich gegen Rechts und für soziale Gerechtigkeit einsetze. Der Anschlag sei nicht der erste Einschüchterungsversuch gewesen. Der 16-Jährige habe mindestens zweimal bei Begegnungen der "braunen Art" die Flucht ergreifen müssen. Mittlerweile hat der junge St.Töniser angekündigt, sein Amt niederlegen zu wollen. Auch will er namentlich nicht mehr in Zeitungsberichten genannt werden.

Die Linke hat derweil dazu aufgerufen, ein "deutliches Zeichen" gegen "Faschisten, Nationalisten, Rassisten und Nazis" zu setzen. Heute soll es deshalb ab 15 Uhr eine Kundgebung in der St.Töniser Innenstadt geben.

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