Im Mai ist Wahlefeldsaal Thema in Sondersitzung.

Reimann, Friedhelm (rei)

Neersen. Die Neersener Schützen haben am Sonntag Entscheidungen getroffen, die dem Vorstand der St. Sebastianus Bruderschaft mit Blick auf den Wahlefeldsaal finanziell Luft verschaffen: Erwachsene Männer werden einen zusätzlichen Beitrag in Höhe von 50 Euro leisten müssen. Zunächst gilt das ein Jahr.

Claire Gerring ist nicht mehr Managerin des Wahlefeldsaals

Bis zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Mai soll ein Nachfolger für Claire Gerring gefunden werden, die als Managerin des Wahlefeldsaals aus privaten und gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung steht. Die Stelle konnte am Sonntag nicht neu besetzt werden.

Nach drei Stunden griff Markus Poltermann (Foto) zu Mikrofon und Geldbörse. Obwohl er als Präses keine Mitgliedsbeiträge leisten muss, legte er einen 50-Euro-Schein auf den Tisch. Die Geste wurde mit Ovationen honoriert. Von 123 Schützen waren nur acht gegen die Sonderumlage, zwei enthielten sich. Kassierer Stefan Ertzinger war erleichtert.

Poltermann regte an, dass die Sonderumlage noch zwei weitere Jahre geleistet wird, falls sich die finanzielle Situation nicht verbessern sollte. Gespart werden soll an Schützenfestmusik: 2014 soll es während der Paraden nur drei anstatt vier Musikblöcke geben.

Das spart 5000 Euro. Das Königsgeld (3000 Euro für die Majestät aus der Bruderschaftskasse) kommt auf den Prüfstand. Simon Höpfner, designierter König, kann aber mit dem Geld rechnen.

Die Schützen dürfen derzeit den Wahlefeldsaal bis 21 Uhr nutzen oder vermieten. Dagegen hat eine Anwohnerin geklagt. Am 20. Januar ist die Verhandlung vor Gericht. Auf das Urteil sind die Neersener St. Sebastianer gespannt. Sie ärgerten sich darüber, dass die Klägerin bereits versucht habe, den neuen Eigentümer des Pfarrhauses am Minoritenplatz 4 auf ihre Seite zu ziehen. Ein Schütze schlug vor, der Klägerin Blumen zu überreichen als Danke dafür, dass sie einige Karnevalsveranstaltungen im Wahlefeldsaal erlaubt hat. „Das wäre eine noble Geste“, so Poltermann.

2017 wird die Bruderschaft Geld aus einer Photovoltaikanlage erwirtschaften, rund 1000 Euro pro Monat. Spätestens dann soll die Sonderumlage entfallen.

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