Geld für eine Kinderspeisung hat ein Gastronom gesammelt. Außerdem: Käfer sind krank, eine Orgel ist umgezogen.

Willich/Tönisvorst. Andreas Dinkelmann freut sich. Die Kinder freuen sich. Und die WZ freut sich auch. Anlass des kollektiven Frohsinns: Eine Spende von 322Euro für die Aktion "Eine warme Mahlzeit für Kinder und Jugendliche", die Dinkelmann als Leiter des DRK-Seniorenzentrums Willich ins Leben gerufen hat. Davon las der Schiefbahner Gastronom Ralf Müller in der WZ.

Und rief zu einer "Tanz in den Mai"-Aktion für den guten Zweck auf: In seinem Restaurant an der Arnold-Lehnen-Straße1 gab es einen Gemeinschafts-Maibaum. Man(n) konnte seine Liebste dort gegen eine Spende auf einem Gemeinschaftsschild für den Maibaum verewigen. Die Gäste machten fleißig mit, das so gesammelte Geld übergaben Müller und Andrea Koschinski anschließend an Dinkelmann. Es wird nun für die warmen Mahlzeiten verwendet. Zur Nachahmung empfohlen.

Vertauschte Unterschrift oder banale Rechts-Links-Schwäche?

Von der Gaststätte Fyen an der Vorster Straße in St.Tönis direkt in den Schaukasten des Wirichs-Jätzke befördert wurden die "Prominenten" aus der CDU-Skatrunde, die da sind: Daniel Slomka, Thomas Gossen, Bandik Lorenzen und Maik Giesen. Das Foto hängt seit ein paar Tagen für dort passierende Voyeure mit einer verdrehten Bild-Unterschrift.

Denn Maik Giesen wird dort als links und Daniel Slomka als rechts eingeordnet geführt. Nicht zu klären war, ob es sich dabei um eine banale Rechts-Links-Schwäche des Verfassers handelt, oder aber mit einem Wechsel der Einstellung besagter Akteure zu tun haben könnte. So was kann ja auch mal passieren.

Bahnhof oder doch die Gläserne Manufaktur?

Manchmal gibt’s Dinge, die versteht man einfach nicht. Da kann man noch so oft nachlesen, es nutzt einfach nichts. Deshalb nochmal eine Innenansicht aus der Redaktion. Da teilt die Firma Interferenz Lichtsysteme aus St. Tönis über ein Pressebüro aus Frankfurt mit, mit, dass sie in der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen in Dresden ein Beleuchtungssystem einbaut.

Das klingt so: "Auf Basis der lichttechnischen Vorgaben für die Gläserne Manufaktur haben wir die optimale Werfergeometrie unter Einbeziehung aller relevanten Parameter berechnet. Das heißt, wir haben den Abstand zwischen den Lichtwerfern und den Umlenkspiegeln ermittelt und hierfür dann auch den optimalen Lichtwerfer berechnen können." Sie haben das nicht verstanden? Also: Irgendwie kommt Licht in das neue Gebäude - und bei diesem handelt es sich nicht um einen Bahnhof.

Vom Fotografen und einer unabsichtlichen Ehrenrunde

Eigentlich kann den Mann nichts schocken - die Rede ist vom WZ-Fotografen Friedhelm Reimann. Aber letzte Woche reagierte er doch ein ganz kleines bisschen verstört. Als ihn nämlich ein Anruf seiner Redaktion erreichte. Und es gab keinen Foto-Auftrag für ihn, sondern ein zünftiges Ständchen - Friedhelm hatte Geburtstag.

Jetzt telefonierte er natürlich per Freisprecheinrichtung mit der Redaktion. Trotzdem war er so überrascht, dass er - gerade durch den Willicher Kreisverkehr fahrend - eine Ehrenrunde drehte. Jetzt wollen Sie wohl auch noch wissen, wie alt er geworden ist. Dazu nur eins: Hier schweigt des Sängers Höflichkeit.

Katharinen-Hospital: Kein Konzert, weil Käfer krank

Apropos Sänger: Der Freundes- und Fördererkreis des Katharinen-Hospitals hatte zu einem Frühjahrskonzert im den Garten des Hospitals eingeladen. Der Kinder- und Jugendchor Marienkäfer unter Wolfgang Brock sollte dort fröhliche Weisen anstimmen. Doch leider sind ganz viele Käfer krank, Proben konnten nicht stattfinden - kurz: das Konzert wurde abgesagt. Schade. Es hätte so schön werden können.

Kleine Willicher Orgel hat neue Heimat in Bayern gefunden

Bleiben wir beim Thema Musik: Die kleine Orgel der Willicher Pfarrkirche St. Katharina ist nach Bayern verzogen. Das Instrument, bislang am Marienaltar beheimatet, wurde im Zuge der Kirchensanierung abgebaut und verkauft.

Ihre neue Heimat findet die Orgel in der St.Antonius-Kapelle in Pillmersried (Bayrischer Wald), die zur Gemeinde St.Nikolaus von Rötz Heinrichskirchen gehört. Ende April wurde sie abgebaut und nach Bayern gebracht, wo sie in dieser Woche aufgebaut wird. Die neue Heimat der Orgel ist eine Rokoko-Kapelle aus dem 17. Jahrhundert.

Freude über die verschwundene Stolperfalle

Vergangene Woche berichtete der Stadtflüsterer über eine "Stolperfallen" im Ortskern von St.Tönis, so unter anderem vor der Haustür von Ex-Stadtdirektor Günter Scheuer am Kirchplatz. Und siehe da: Nur einen Tag später wurde besagte Stolperfalle beseitigt. "Ein Dank dem aufmerksamen Stadtflüsterer und den Verantwortlichen in der Stadtverwaltung! Da kann man also jetzt auch in St.Tönis sagen: Alles neu macht der Mai - oder jedenfalls einiges", schreibt dazu ein erfreuter Günter Scheuer.

Statt leiser Töne lässt er es krachen

Ein Mann der wirklich leisen Töne war der Tönisvorster Daniel Slomka ja nie wirklich. In der Jungen Union und später als Ratsherr und Vorsitzender der CDU-Mittelstandsvereinigung sagte er laut und manchmal auch lautstärker seine Meinung. Selbst Unions-Haudegen wie Horst von Brechan können davon ein Lied singen.

Jetzt verlässt Daniel Slomka die Stadt und zieht nach Langenfeld. Vorher will er’s aber noch mal so richtig krachen lassen. Sie wollen wissen wann? Nächste Woche, an einem Abend. Am und im Vereinsheim des Spielvereins St. Tönis. Einfach immer der Lautstärke nach.

Korrektur mit langer Schleimspur

Jetzt wird’s peinlich. Für den Stadtflüsterer. Er muss zugeben, dass ein(e) Kollege/Kollegin aus der Redaktion vor knapp zwei Wochen in einem Bericht über die CDU-Mittelstandsvereinigung von der Vorster Apothekerin Barbara Bormann gesprochen hat. Jetzt heißt die Frau aber Regina. Und Barbara ist ihre Tochter. "Vielleicht sah die Frau auf dem Foto so jung aus, dass eine Verwechslung fast zwangsläufig stattfinden musste", sagt der Stadtflüsterer - und zieht eine meterlange Schleimspur hinter sich her.

SPD-Ratsherr und die Straßenschäden

Jürgen Hansen ist ein ehrlicher Mann. Der SPD-Ratsherr aus Schiefbahn ließ vor einigen Tagen die WZ-Redaktion in einer Presseerklärung wissen, dass auf seine Nachfrage hin die Verwaltung Straßenschäden auf der Bruchstraße beseitigt habe. Im persönlichen Gespräch schob der Politiker dann aber hinterher, dass sich der Bauhof ohnehin die Beseitigung dieser Winterschäden vorgenommen hatte. Offenbar getreu dem Motto: Halb zog es ihn, halb sank er hin.

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