Empörung über Heyes-Rede beim Empfang der CDU.

Willich. Was am Freitagabend noch scheinbar harmonisch begonnen hatte, endete Sonntagmorgen mit einem Eklat: Nach einer wütenden Rede von Bürgermeister Josef Heyes beim CDU-Neujahrsempfang verließ die SPD-Spitze empört den Wahlefeldsaal.

„Derjenige von der SPD, der fordert, die Grundstücksgesellschaft müsse abgeschafft werden, gehört geohrfeigt“, hatte Heyes zuvor in Richtung des SPD-Vorsitzenden Jürgen Hansen erklärt.

Bürgermeister zum Rücktritt aufgefordert

Beim Empfang der SPD am Freitagabend hatte Hansen den Bürgermeister noch „für den unermüdlichen Einsatz“ gelobt. Gestern war davon nicht mehr die Rede. Im Gegenteil: Für SPD-Geschäftsführer Detlef Nicola war Heyes Äußerung „ein Aufruf zur öffentlichen Gewalt, wie es ihn seit der Gewaltherrschaft in Deutschland nicht mehr gegeben hat“.

Er sei als Bürgermeister nicht mehr tragbar. Die SPD forderte Heyes zu einer öffentlichen Entschuldigung auf.

Hansens Kritik an der Arbeit der Grundstücksgesellschaft (GSG) hatte vor Weihnachten für Aufregung gesorgt – auch in der eigenen Partei. Denn die vertrat mehrheitlich eine andere Linie. Im Stadtrat enthielt sich Hansen als einziges SPD-Mitglied am 21. Dezember der Stimme, als über eine finanzielle Unterstützung zur Zukunftssicherung der GSG abgestimmt wurde.

Zuvor hatte es Gespräche zwischen den Fraktionen gegeben. Laut SPD sei man sich einig gewesen, das Thema nicht mehr öffentlich zu diskutieren. Diesen Konsens habe Heyes nun einseitig verlassen. 

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