Der Allgemeine Soziale Dienst bietet in städtischen Familienzentren eine neutrale Beratung und andere Hilfen an.

Elke Sandkaulen und Michael Verheyen vom Allgemeinen Sozialen Dienst bieten eine neutrale Beratung an.
Elke Sandkaulen und Michael Verheyen vom Allgemeinen Sozialen Dienst bieten eine neutrale Beratung an.

Elke Sandkaulen und Michael Verheyen vom Allgemeinen Sozialen Dienst bieten eine neutrale Beratung an.

Elke Sandkaulen und Michael Verheyen vom Allgemeinen Sozialen Dienst bieten eine neutrale Beratung an.

Tönisvorst. Das Paar lebt getrennt. Während ein Elternteil das Sorgerecht für die gemeinsamen Kinder hat, hat das andere den Eindruck, dass es den Kindern gar nicht so richtig gut geht. Was tun? "Für genau solche Fragestellungen sind wir für Eltern und Kinder da”, sagt Elke Sandkaulen (41) vom Allgemeinen Sozialen Dienst des Kreises Viersen (ASD). Als neutrale Instanz hat der Staat diese erste Anlaufstelle, wo sie sich neutral beraten lassen können, nicht nur zum Sorgerecht.

"Nach der Beratung kann jeder immer noch entscheiden, ob und welche Hilfen er in Anspruch nehmen möchte."

Michael Verheyen, Sozialer Dienst

"Bei uns kann jeder eine sachliche Einschätzung erhalten”, sagt Michael Verheyen (41). "Nach der Beratung kann jeder immer noch entscheiden, ob und welche Hilfen er in Anspruch nehmen möchte, über die wir als Amt verfügen", erläutert Verheyen. Dabei sei immer das Kindeswohl maßgebend. Immer mehr Betroffene nutzen inzwischen den Service des ASD, der auch Sprechstunden im "bewegten" Familienzentrum "Villa Gänseblümchen" an der Ingerstraße und im städtischen Familienzentrum "Drei-Käse-Hoch" an der Bruckner Straße in Vorst anbietet. Geboten werden Informationen, Beratung und Unterstützung bei den verschiedensten Problemlagen: Angefangen bei einer schlichten persönlichen Krise, über Erziehungsschwierigkeiten und Verhaltensauffälligkeiten, Trennungs- und Scheidungsfolgen wie Sorgerechtskonflikten bis hin zu Fragestellungen rund um Verwahrlosung, Kindesmisshandlung und sexuellem Missbrauch. Der ASD kann einem sogar mit einer "Super Nanny" aushelfen: "Es gibt die so genannte Hilfe zu Erziehung", erläutert Verheyen. Nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz existiert ein gesetzlicher Anspruch, nach der man eine flexible Erziehungshilfe erhalten kann - in Form einer sozialpädagogischen Fachkraft. Und wer den Eindruck hat, dass Nachbars Kinder nicht gut behandelt werden, kann sich ebenfalls an den ASD wenden. Dem obliegt nämlich die "staatliche Wächterfunktion" zum Wohle des Kindes.

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