64 Kinder wurden in der Astrid-Lindgren-Schule auf ihre Schulfähigkeit getestet.

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Cornelia Schweizer (l.) und Uta Brattka begleiten die Kinder beim Schulfähigkeitstest in der Astrid-Lindgren-Schule.

Cornelia Schweizer (l.) und Uta Brattka begleiten die Kinder beim Schulfähigkeitstest in der Astrid-Lindgren-Schule.

Kurt Lübke

Cornelia Schweizer (l.) und Uta Brattka begleiten die Kinder beim Schulfähigkeitstest in der Astrid-Lindgren-Schule.

Schiefbahn. "Ich kann nicht so gut mit Zahlen", sagt Halima spontan, als sie das Aufgabenblatt bekommt. Die Fünfjährige macht dennoch ihre Sache sehr gut.

Wie die meisten der 64 Kinder, die ab dem nächsten Schuljahr der Schiefbahner Astrid-Lindgren-Schule neu angehören, und deren Schulfähigkeit gerade an der Gemeinschaftgrundschule getestet wird.

Schulleiterin Karin Vogt hat mit ihren Kolleginnen und dem einzigen männlichen Pädagogen, Stefan Mumm, vier Stationen aufgebaut, an denen die Sprache, Mathematik, Wahrnehmung und Motorik überprüft wird.

"Die Eltern und bei Bedarf die Erzieherinnen in den Kindergärten bekommen von uns bald eine Rückmeldung mit eventuellen Hinweisen, in welcher Weise sie die Kinder fördern können", sagt Karin Vogt.

Eltern begleiten die Kinder auf dem Weg durch die Stationen

Eltern begleiteten die Vierer- oder Fünfer-Gruppen, die durch die Klassen und in die Sporthalle geführt werden. Sevin Walburg, deren Kinder auch diese Grundschule besuchen, geht mit Malte, Lilli, Maya, Halime und Maren. Die WZ begleitet sie.

Station 1, Sprache: "Das Mädchen erschreckt sich, weil die Gläser kaputt gegangen sind", erzählt schon beinahe flüssig der sechsjährige Malte eine Bildergeschichte, in der ein Hund ein Tischtuch vom gerade gedeckten Tisch reißt. Lehrer Stefan Mumm achtet unter anderem auf die deutliche Aussprache, auf das Erkennen von Details oder die richtige Wiedergabe der Handlung.

Auf einem anderen Blatt ist ein Igel gezeichnet. Malte muss bei den drei kleinen Zeichnungen von Schlange, Fisch und Iglu Gemeinsamkeiten des Wortbeginns herausfinden. Auch das schafft er mühelos: "Ich möchte bei euch lernen, was eins plus drei ergibt", meint der Sechsjährige zum Schluss. "Wie viel ist denn drei plus eins?", auf die Nachfrage des Lehrers kommt die schnelle Antwort: "Vier, ist doch klar..."

Station 2, Mathematik: Auf dem Tisch stehen zwei Körbchen mit Hasel- und Walnüssen, davor liegen einige Nüsse in unterschiedlicher Anzahl. Die fünfjährige Lilli hat damit überhaupt keine Probleme. "Das sind sechs Walnüsse und vier Haselnüsse." Es werden neue Nüsse dazugelegt und die Rechnerei beginnt von vorne. Was gehört zusammen?

Station 3, Wahrnehmung: Christa Rohm stellt den Kassetten-Recorder an. Halime hört die Geräusche einer Kirchenglocke, Toilettenspülung, Türklingel und das Ticken einer Uhr und ordnet sie schnell auf ihrem Blatt dem passenden Bild zu.

"Jetzt greift einmal nacheinander die runden, eckigen, glatten und rauen Gegenstände aus der Kiste", sagt die Lehrerin, die dabei beobachtet, wie konzentriert, sicher und zügig die Kinder dies machen.

In der Sporthalle müssen die Kinder ihre motorischen Fähigkeiten zeigen

Station 4, Motorik: Maya und Maren machen den "Hampelmann", hüpfen und spreizen dabei etwa zehn Sekunden lang ihre Beine und Arme. In der Turnhalle balancieren sie über eine umgedrehte Sitzbank, fangen Tennisringe oder müssen sich auf aufeinander gelagerten Gummi-Fußmatten bis zur untersten Matte bewegen.

Dann noch der "Mutsprung" vom etwa einen Meter hohen Kasten. "Wann komme ich denn jetzt endlich in die Schule?", kann es danach die fünfjährige Maya nicht abwarten.

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