2900 Euro sind nicht zuletzt durch die Musiker bei ihrem Auftritt im Schiefbahner Hirschen zusammengekommen.

Auch Grönemeyer-Musiker setzen sich für Linus ein.
Auch Grönemeyer-Musiker setzen sich für Linus ein.

Auch Grönemeyer-Musiker setzen sich für Linus ein.

Reimann

Auch Grönemeyer-Musiker setzen sich für Linus ein.

Schiefbahn. Es nur ein kleiner Teil. Insgesamt 2900 Euro. Diese Summe, die bei dem Benefiz-Konzert zugunsten "Hilfe für Linus und andere" herausgekommen ist, reicht nicht, um die Typisierung der 1700 möglichen Knochenmarkspender zu finanzieren.
 
So viele Menschen fanden sich bereit, dem an Leukämie erkrankten Linus zu helfen. Die Knochenmarkspende ist die letzte Chance für den Jungen, der schon als geheilt galt, und im April einen Rückfall erlitt. 85000 Euro kostet die Typisierung, 50 Euro pro potenziellem Spender, dem diese Summe zusätzlich zu seiner Spendebereitschaft zugemutet würde.

"In der Regel steht dann die Familie dafür gerade", sagt Barbara Schmidt von der Knochenmarkspendezentrale in Düsseldorf. "Die Krankenkassen kommen nicht dafür auf." Und auch sonst gibt es keine öffentlichen Töpfe.

Sie ist auch dabei, bei dem Konzert im Hirschen in Schiefbahn, schließlich hört sie auch gern gute Musik, die Musiker die sich hier zur Session treffen, sind wirklich hochkarätig. Martin Engelien am Bass hat schon bei Helge Schneider und Klaus Lage gespielt, Manni von Bohr war Schlagzeuger bei Birth Control, Jon Rosenau ist Gitarrist bei Shakira, Frank Kirchner am Saxophon war mit Herbert Grönemeyer unterwegs. "Der setzt der Grönemeyer-Band das Sahnehäubchen auf", erklärt Martin Engelien.

Und tatsächlich erkennt man die typischen Phrasen, die Art, sich improvisatorisch über die Melodie zu erheben. Möglich gemacht hat das Jörg "Shaby" Pelzer. Der Schiefbahner hat als Komponist schon mit Stefan Raab gearbeitet und bedient an diesem Abend die Keyboards.

Mit dem Wirt des Hirschen, Ralf Vennen, hat er gemeinsam überlegt, wie man dem kleinen Linus helfen kann. "Da kam uns die Idee zu dem Konzert." Wirtin Ruth Vennen freut sich über die Unterstützung der Stadt. "Wie schnell wir die Genehmigung bekommen haben!"
 
Die Nachbarn wurden informiert und zeigten sich verständnisvoll. Im Garten hinter dem Lokal wurde kurzerhand eine Bühne aufgebaut. Der Hirsch serviert eine Gulaschsuppe und eine wirklich gute Bockwurst, die Hälfte der Einnahmen aus dem Verzehr des Abends kommen ebenfalls "Linus und anderen" zugute.

Linus kann selbst nicht dabei sein. Er liegt in Düsseldorf auf der Isolierstation für Knochenmarkspenden. "Aber er ist überwältigt davon, dass ihm wildfremde Menschen helfen wollen, dass sie so viel Zeit und Mühen investieren", sagt seine Großmutter Christa Röhrscheid. Auch seine Eltern sind an diesem Abend nicht im Hirschen. "Sie warten mit ihm auf den Tag X", erzählt die Großmutter weiter.

Der Tag X ist der, an dem die Zukunft für die Familie beginnt. Linus wird seine Knochenmarkstransplantation bekommen und seine Schwester wird geboren werden. "So innerhalb der nächsten zwei Wochen."

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer