Der Modellclub in Schiefbahn lud zum Familientag mit idealer Sicht.

Mann und Maschine – ein Team auf dem Start- und Landeplatz.
Mann und Maschine – ein Team auf dem Start- und Landeplatz.

Mann und Maschine – ein Team auf dem Start- und Landeplatz.

Mann und Maschine – ein Team auf dem Start- und Landeplatz.

Schiefbahn. Familientag und Eröffnung der Flugsaison: Der 85 Mitglieder starke Modellclub Schiefbahn hatte geladen und viele Besucher kamen am Donnerstag auf das 12.000 Quadratmeter große Areal. Zum Glück erfüllten sich die widrigen Wetterprognosen nicht, so dass an diesem schönen Frühsommertag ausgiebig geflogen und gefachsimpelt werden konnte.

Die meisten Fahrzeuge, die sich dem idyllisch gelegenen Platz zwischen Schiefbahn und Kaarst näherten, waren geräumige Kombis. Auch jede Menge Radfahrer zog es auf das Vereinsgelände des Modellclubs.

Florian Peters gehörte zu den ersten Mitgliedern, die gekommen waren, um bei den Vorbereitungen halfen. Er ist eines von acht Vereinsmitgliedern, die von Beruf Pilot sind.

Während der 34-Jährige bei der Air Berlin nur Boeing fliegt, darf er als Modellflieger vom Segler bis zum Kriegsflugzeug alles starten. Die Leidenschaft für die Fliegerei hat er von seinem Vater geerbt, der in Düsseldorf Flughafendirektor war.

Karl-Heinz Grimm aus Kaarst arbeitete früher als Busfahrer. Der 72-Jährige fütterte seinen Jurassic-Jet mit zweieinhalb Litern Kerosin: "Damit kann ich sechs bis sieben Minuten fliegen", erklärte er Neugierigen.

Zum Glück sei der Literpreis für Kerosin von über zwei Euro auf rund 1,60 Euro zurückgegangen. "Ich hab’ noch ’nen Jet", verriet Grimm und kramte ein Foto hervor. Was den Fans an seinem Jurassic-Jet so gefiel: Er klingt wie ein echter Düsenjet.

"Mein Enkel Maurice hat die Leidenschaft für die Modellfliegerei von mir geerbt."

Peter Kadoch. Mitbegründer des Modellclubs Schiefbahn

Beschaulicher ließ es Christa Lebens angehen: Die 63-jährige Schiefbahnerin hatte ihren Segelflieger mitgebracht: "Das ist sehr entspannend, macht unheimlich Spaß", sagte die einzige Frau im Verein. Gelandet, wirkte ihr Segelflugzeug mit 2,50 Meter Spannweite imposant. Eckard Breuer (66) hatte hin und wieder das Ruder übernommen: "Fliegen kann jeder, aber das Landen ist schwer", sagt er.

Heinrich Büttner setzte einen Flieger mit einer Spannweite von 3,10 Meter zum ersten Mal seit einem halben Jahr wieder zusammen. Er arbeitete deshalb mit besonderer Sorgfalt. "Ich habe bereits 1948 mit der Modellfliegerei angefangen," sagte er. "Das Flugzeug hat ein Untersetzungsgetriebe, den Propeller mit einem Durchmesser von stolzen 86 Zentimetern treibt ein Motor an, der normalerweise in Baumsägen zum Einsatz kommt."

Der Vorsitzende und Mitbegründer des Vereins, Peter Kadoch, hat etwas geschafft, was längst nicht jedem gelingt: "Mein Enkel Maurice Eller hat die Leidenschaft für die Modellfliegerei von mir geerbt. Der 15-Jährige fliegt mittlerweile so gut wie sein Opa."

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