Schiefbahner Senioren wollen aktiv sein und mit Gleichaltrigen ins Gespräch kommen.

Caritas
Marita Gentsch (Foto rechts) vom Begegnungszentrum setzt sich dafür ein, dass ältere Menschen aktiv werden.

Marita Gentsch (Foto rechts) vom Begegnungszentrum setzt sich dafür ein, dass ältere Menschen aktiv werden.

Marita Gentsch (Foto rechts) vom Begegnungszentrum setzt sich dafür ein, dass ältere Menschen aktiv werden.

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Marita Gentsch (Foto rechts) vom Begegnungszentrum setzt sich dafür ein, dass ältere Menschen aktiv werden.

Schiefbahn. Mit dem Eintritt in den Ruhestand stehen viele Menschen vor der Frage, wie sie ihre neu gewonnene Freizeit sinnvoll gestalten können. Viele soziale Kontakte, die mit der ehemaligen Arbeit in Verbindung standen, gehen verloren. Wo früher oft eine große Familie Rückhalt gab, gibt es heute immer mehr ältere Menschen, die alleine leben.

„Schiefbahn ist der Stadtteil in Willich mit den meisten alten Menschen. In diese Lücke wollen wir hineinstoßen und aktiv werden“, sagt Marita Gentsch, Leiterin der Begegnungsstätte. Nach der Befragung der Schiefbahner Senioren kristallisiere sich immer mehr heraus, dass die älteren Bürger aktiv werden wollen und viele Ideen und Anregungen haben, was man tun könnte.

„Momentan befinden wir uns in einem Prozess, der wohl noch das ganze Jahr dauern wird.“

Marita Gentsch, Begegnungsstätte

Einige interessieren sich fürs Theater, andere für Literatur. Manche möchten gerne gemeinsam Sport machen, Sprachen lernen, Frühstücken oder sich über Erkrankungen austauschen. Auch die Partnersuche ist für einige ein wichtiges Thema.

„Momentan befinden wir uns in einem Prozess, der wohl noch das ganze Jahr dauern wird“, erklärt Gentsch. Aus den vielen Vorschlägen der rund 240 Senioren, die sich an der Befragung im letzten Jahr beteiligt hatten, werden nun Gruppen und Interessengemeinschaften gebildet. Bei der Organisation und Durchführung dieser Herkules-Aufgabe setzt die Begegnungsstätte vor allem auf ehrenamtliches Engagement.

Zwar bestünde auch die Möglichkeit, bezahlte Kräfte dafür zu rekrutieren, die Kosten würden dann aber auch auf die Senioren zurückfallen, so Gentsch. „Wir wollen, dass auch ältere Bürger, die nicht so viel Geld haben, an Angeboten teilnehmen können“. Bereits bei der Befragung, wurde nach Interessierten für die ehrenamtliche Arbeit gefragt.

Ehrenamtliches Engagement ist wichtig für das Projekt

Sechs Rückmeldungen gab es darauf bislang. Menschen, die Lust haben, sich an der Arbeit der Begegnungsstätte unentgeldlich zu beteiligen, werden jedoch immer gesucht und gebraucht.

Für Marita Gentsch ist es aber auch wichtig, dass sich der Caritasverband als neuer Träger der Begegnungsstätte jetzt nicht unter Druck setzen lässt. Die Entwicklung der Gruppen müsse peu à peu ablaufen. „Dann habe ich auch die Hoffnung, dass wir das alles gebacken kriegen“, sagt Gentsch.

Die Idee stößt unter älteren Bürgern auf großes Interesse

Am Montag öffnete die Begegnungsstätte zum ersten Mal unter neuer Trägerschaft ihre Türen. Es gab Kaffee, Kuchen und jede Menge Informationen über die geplanten Gruppen. „Wir hatten die Bude voll“, so Gentsch, die sich sehr über das große Interesse der Senioren freut. Offenbar haben sie und die Caritas zur richtigen Zeit am richtigen Ort die richtige Idee gehabt und einer großen Zielgruppe eine neue Möglichkeit zur Entfaltung gegeben.

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