Ein volles Haus gab es für zwei junge russische Gesangssolisten im Kaffee Art. Eintritt wurde nicht genommen.

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Die Christi-Auferstehungskirche in St.Petersburg

Die Christi-Auferstehungskirche in St.Petersburg

Die Christi-Auferstehungskirche in St.Petersburg

Schiefbahn. Volles Haus hat Helga Warminski am Mittwochabend. Da treten in ihrem Kaffee Art Gesangskünstler aus St. Petersburg auf und mindestens 50 Menschen lassen sich von ihnen begeistern.

Unter der Moderation von Eugenia Patelwea-Stammen singt die junge Sopranistin Diana Petrotschenko und der Bariton Dmitrij Darov, begleitet von Anna Korsun am Klavier. Die Germanistin Patalwea-Stammen wohnt in Celle und begleitet die Russen, die zuvor in den Niederlanden aufgetreten sind, bei ihrer Deutschland-Tournee.

"Das ging alles etwas schnell", sagt Helga Warminski. Erst vor drei Wochen habe man begonnen, den Abend zu planen. Den Kontakt hatte Jutta Meier gemacht. Die Uhrmachermeisterin ist gemeinsam mit Patelwea-Stammen Mitglied in einem Kreis für historische Uhren. Weil alles so schnell gehen musste, wundert sich Warminski auch über den großen Zulauf: "Mit mehr als 20Leuten hatte ich eigentlich nicht gerechnet. Und dann das. Bei der Hitze." Deswegen hat sie auch darauf verzichtet, einen festen Eintritt zu nehmen und lässt nach dem Konzert den Hut herumgehen.

Nur das Klavier ließ Wünsche offen

Das Klavier konnte in der Kürze der Zeit nicht mehr gestimmt werden. "Aber die Künstler haben gesagt, das sei in Ordnung." Doch für den fachkundigen Hörer bleiben diesbezüglich Wünsche offen.

"Der Abend soll über Musik und Kultur gehen", sagt sie. Dann erzählt sie etwas von der Bedeutung Alexander Puschkins für Russland und die dortigen Komponisten, seien es bekannte wie Peter Tschaikowski oder unbekannte wie Alexander Sergejewitsch Dargomyschski.

"Die Lieder des 19. Jahrhunderts gelten als typisch für die russische Seele", sagt sie. "Mit Leidenschaft, Freude, Trauer und ewig auf der Suche nach Liebe."

Beide Sänger sind noch sehr jung. Darov singt bereits an der Oper, Petrotschenko hat ihre Studien noch nicht abgeschlossen. Doch auch ihre Stimme ist so groß, dass im Kaffee Art zeitweilig die Wände zu wackeln scheinen. Das Publikum ist zufrieden, zwischendurch ertönen Bravo-Rufe.

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