Welche Hilfe in das Gebiet fließt, erklärte der medeor-Mitarbeiter Norbert Vloet.

Auch das Theaterstück „Rotkäppchen und der Wolf“ fesselte die Kinder und Besucher in der Kita St. Elisabeth.
Auch das Theaterstück „Rotkäppchen und der Wolf“ fesselte die Kinder und Besucher in der Kita St. Elisabeth.

Auch das Theaterstück „Rotkäppchen und der Wolf“ fesselte die Kinder und Besucher in der Kita St. Elisabeth.

Lübke

Auch das Theaterstück „Rotkäppchen und der Wolf“ fesselte die Kinder und Besucher in der Kita St. Elisabeth.

Schiefbahn. 500 Euro für Haiti, das ist das stolze Ergebnis der Benefizaktion der integrativen Tageseinrichtung für Kinder St. Elisabeth. Eigentlich wäre der Samstag nur ein normaler offener Tag des Kindergartens gewesen, aber die Einrichtung machte in Anbetracht der Katastrophe in Haiti einen Benefiz-Samstag daraus.

"Ein solches Unglück geht nicht spurlos an unseren Kindern vorbei. Sie bringen viel davon mit. Das haben wir zum Anlass genommen, sie an die Sache heranzuführen, wie man nachhaltige Hilfe leisten kann", sagt Leiterin Iris Dahmen. Eltern, Pädagogen und Kinder halfen mit ein buntes Programm mit Kuchenbüfett auf die Beine zu stellen.

Norbert Vloet vom Vorster Medikamentenhilfswerk aktion medeor war vor Ort, um die Hilfe kindgerecht zu erklären. Dafür hatte er Gepäck dabei, beispielsweise einen Eimer mit schmutzigen Gartenwasser. "Möchte einer von euch solches Wasser trinken?", fragte er und ließ Kinder in den Eimer blicken. Das vielstimmige "Nein" wurde von vielen "Ihhs" und "Igitt" begleitet.

Wie man mit einem Hilfsmittel aus solch einem verunreinigten Wasser sauberes Trinkwasser machen kann, verdeutlichte Vloet mit einem Life Straw, übersetzt Lebensstrohhalm: "Der heißt aber nur so. Mit einem normalen Strohhalm geht das nicht", warnte er, um Nachahmungstäter abzuhalten schmutziges Wasser durch einen herkömmlichen Strohhalm zu trinken. Er erklärte den Kindern und Erwachsenen die Funktionsweise dieses Life Straw, der mit Hilfe eines Filtersystems das Wasser reinigt.

Eine mobile Babywaage, ein Holzröhrchen zum Messen von Herztönen eines Babys im Mutterleib, Medikamenteneinnahme-Verordnungen mit Hilfe von Zeichen, damit ein jeder sie versteht - Vloet erklärte und nicht nur die Kleinen hörten voller Spannung zu. "Wo man keinen Strom hat, ist es ganz wichtig sich mit einfachen, aber effektiven Dingen zu helfen", sagte er. Anhand des Haiti-Plakates, das ein Kind mit Verband zeigt, überlegten der medeor-Mitarbeiter und die Kinder gemeinsam, was ein solches Kind an Hilfe braucht.

Neben Medikamenten und Verbandsmaterial kam man auf sauberes Wasser und hochkalorische Nahrung, wobei Vloet dies für die Kinder mit den Worten, "Kekse, die satt machen", übersetzte. An Besuchern mangelte es nicht. Sie erfreuten sich auch an Liedern und dem Theaterstück "Rotkäppchen und der Wolf", das die Pädagogen des Kindergartens aufführten.

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