Auf dem Grips-Hof in Schiefbahn wurde viel Geld für Schulprojekte in Burkina Faso verdient.

Beim Gottesdienst zum Auftakt des Erntedankfestes drohten noch Regenwolken.
Beim Gottesdienst zum Auftakt des Erntedankfestes drohten noch Regenwolken.

Beim Gottesdienst zum Auftakt des Erntedankfestes drohten noch Regenwolken.

Beim Gottesdienst zum Auftakt des Erntedankfestes drohten noch Regenwolken.

Schiefbahn. Nachdem Hans Grips vor 26 Jahren zum ersten Mal in Zogorée gewesen war, hatte der Begriff "Erntedankfest" für ihn eine andere Bedeutung bekommen: "Mir wurde klar, dass wir hier allen Grund haben, dankbar zu sein." Seitdem veranstaltet er alle zwei Jahre auf seinem Hof ein Erntedankfest. Der Erlös fließt nach Burkina Faso. Dort reicht er aus, um eine Schule zu errichten.

Zum ersten Mal drohte das Fest am Sonntag ins Wasser zu fallen. Dunkle Wolken waren wohl dafür verantwortlich, dass sich zum Gottesdienst rund 100 Menschen weniger eingefunden hatten als in den vergangenen Jahren. Aber so schlecht sollte das Wetter dann doch nicht werden.

"Im Vordergrund steht die Hilfe zur Selbsthilfe", erklärte Hans Grips. Viele afrikanische Männer seien träge - diese Lethargie sei bei jüngeren Menschen mit Schulbildung deutlich seltener zu beobachten. Kein Wunder, dass von Schiefbahn aus in Bildung investiert wird. Die Realschule in Burkina Faso ist so beliebt, dass jedes Jahr zwei Klassen angebaut werden müssen.

90 Ehrenamtler im Einsatz für den guten Zweck

90 Ehrenamtler sorgten am Sonntag dafür, dass die Kasse klingelte. Nach dem Gottesdienst, den Priester Paul Galles aus Luxemburg auf bekannt launige Weise hielt, lockte Marlies Grips die Besucher mit Freibier nach draußen. Das Fass schlug Bürgermeister Josef Heyes an.

Sowohl die Lehrer-Band des St. Bernhard-Gymnasiums als auch DJ Flöckchen aus Mönchengladbach hatten auf ihr Honorar verzichtet, damit möglichst viel Geld nach Afrika geschickt werden kann. Die Landfrauen hatten dafür gesorgt, dass die heimische Küche kalt bleiben konnte. Zu den Spezialitäten gehörte das "Afrika-Brot" mit hohem Hirse-Anteil.

Die Katholische Junge Gemeinde betreute den Schokoladenwerfstand: Wer es schaffte, ein Zehn-Cent-Stück auf eine Tafel Schokolade zu werfen, durfte sie behalten. Für die viele Kinder war Clown Pibi Glix eine Attraktionen, während die Jungbauern und Schützen des Jägerzuges Die lustigen 7 dafür sorgten, dass Papas Durst gelöscht wurde. Jeder einzelne Euro, der so erzielt wurde, wird in der Sahelzone sehnlich erwartet.

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