Fünf Schulen nahmen an diesem Turnier der Malteser teil.

Die St-Bernhard-Sanitäter kümmern sich um einen „Sportunfall“ (v. l.): Svenja Winterbach, Laura El-Mahdi, Inga van Eyll und Benedikt Winnen.
Die St-Bernhard-Sanitäter kümmern sich um einen „Sportunfall“ (v. l.): Svenja Winterbach, Laura El-Mahdi, Inga van Eyll und Benedikt Winnen.

Die St-Bernhard-Sanitäter kümmern sich um einen „Sportunfall“ (v. l.): Svenja Winterbach, Laura El-Mahdi, Inga van Eyll und Benedikt Winnen.

Die St-Bernhard-Sanitäter kümmern sich um einen „Sportunfall“ (v. l.): Svenja Winterbach, Laura El-Mahdi, Inga van Eyll und Benedikt Winnen.

Schiefbahn. André Martini, Leiter "Ausbildung" bei den Maltesern in Willich, konnte Samstag zufrieden sein: Der Malteser Schulsanitätsdienst-Wettbewerb auf dem Gelände des St. Bernhard offenbarte keine gravierenden Schwächen bei den ausgebildeten Schülern.

Das Team der Gastgeber-Schule nutzte den Heimvorteil: Laura El-Mahdi, Inga van Eyll, Benedikt Winnen, Mario Lüdtke, Svenja Winterbach und Theresa Schavan nehmen als bestes Team dieser Challange am Bundeswettbewerb in Dortmund Ende September teil.

Frauke Graap (16) aus Willich schrie aus Leibeskräften vor dem Kunstraum des Gymnasiums. Susanne Wagener von den Maltesern Jüchen hatte sie und andere vermeintliche Unfallopfer so geschminkt, dass Unfallfolgen täuschend echt aussahen. Frauke war über eine Flasche gestolpert, eine Scherbe ragte aus ihrem Auge heraus, das Gesicht war mit Kunstblut verschmiert. Kai Kimpfel (16) von der Robert-Jungk-Gesamtschule Krefeld bewahrte die Ruhe, ließ die Scherbe im Auge, verband beide Augen, um sie ruhig zu stellen, sparte die Scherbe geschickt aus. "Es wird alles gut", redete er der "Verletzten" beruhigend zu.

Ausbilder Malte Stukenberg (22) war mit der Leistung insgesamt zufrieden. Im Fahrradkeller hatte Lukas Senger "Ritter" gespielt. Eine Eisenstange hatte sich durch seinen Unterleib gebohrt. Susanne Wagener benutzte Schweinedärme, um die Verletzung echt aussehen zu lassen. Im Werkraum hatte sich Sebastian Beuel eine Hand abgesägt, der blutende Armstumpf sah täuschend echt aus. Amputat sichern, Arm abbinden - das gehörte zu den dringlichsten Aufgaben.

Jedes Team der fünf Schulen - aus Willich trat auch die Johannesschule an - musste sich an zehn Stationen bewähren. Sie mussten sich auf dem weitläufigen Gelände zurechtfinden. 80 Personen beteiligten sich an den Übungen. Sebastian Lohr, Pressesprecher des Malteser Hilfsdienstes Willich, bilanzierte: "Es gab Qualitätsunterschiede, aber insgesamt wurden die vermeintlich Verletzten ausreichend versorgt."

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