Ein Brand auf dem Gelände von Tiefkühlkost Könen hat die Feuerwehr in Atem gehalten. Möglicherweise war Brandstiftung im Spiel.

Schiefbahn. Der Feuerschein war nicht zu übersehen: Schon von der A 52 aus bemerkten viele Autofahrer gegen 0.30 Uhr in der Nacht zum Samstag, dass es auf einem Gelände am Schiefbahner Nordkanal lichterloh brannte.

Bei der Kreisleitstelle gingen mehrere Anrufe ein. Auf dem Areal des Unternehmens Tiefkühlkost Könen standen mehrere Sattelauflieger in Flammen. Bei dem Unglück entstand ein sehr hoher Schaden, der möglicherweise auf Brandstiftung zurückzuführen ist.

In wenigen Minuten war die Willicher Feuerwehr mit ihren Löschzügen Alt-Willich und Schiefbahn vor Ort. "Es gelang uns zunächst, die beiden außen stehenden Lastwagen mit Schaum und Wasser zu schützen", erklärt Stadtbrandmeister Thomas Metzer die dramatische Lage, die er und seine Feuerwehr-Kameraden vorfanden.

Letztlich waren es drei Sattelauflieger, die ein Opfer der Flammen und vollständig zerstört wurden. Ein weiterer Auflieger wurde in Mitleidenschaft gezogen. Die Lastwagen auf dem Gelände blieben unversehrt. Als die Lage einigermaßen unter Kontrolle war, fuhr ein Firmenangehöriger zwei Lkw weg.

Was viele im nahen Schiefbahn beunruhigte: Immer wieder knallte es laut. "Das waren die Luftfederungen. Wenn die kaputt gehen, gibt’s mächtige Explosionen", erklärt Thomas Metzer. Hinzu kamen platzende Reifen. "Wir hatten vier C-Rohre und vier Schaumrohre im Einsatz, das ist jede Menge."

Glück im Unglück: Niemand wurde verletzt. Gegen 4 Uhr war der Einsatz beendet. Der Schaden geht nach Angaben der Polizei in die Hunderttausende. Traditionell äußerte sich die Feuerwehr nicht zur Brandursache. "Das ist Sache der Polizei", erklärt Metzer.

Die Kriminalpolizei hat indessen die Ermittlungen aufgenommen. Am Montag werden die Experten den Ort in Augenschein nehmen. Und wahrscheinlich das bestätigt finden, was bereits in der Nacht als Gerücht die Runde machte: Es war wohl Brandstiftung.

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