Das Vorbereitungsteam leistete für die Vielseitigkeitssportler eine gute Organisation.

Ruhe und Konzentration vor dem Triathlon-Start im Becken der Bütt.
Ruhe und Konzentration vor dem Triathlon-Start im Becken der Bütt.

Ruhe und Konzentration vor dem Triathlon-Start im Becken der Bütt.

Ruhe und Konzentration vor dem Triathlon-Start im Becken der Bütt.

Willich. Beim 14. Willicher Triathlon ließen es nur die Gäste des Hallenbades, die im Open-Air-Whirlpool die beste Übersicht hatten, gemütlich angehen. 800 Teilnehmer in 16 verschiedenen Kategorien hatten ganz andere Absichten. Sie wollten so weit wie möglich vorne landen. So wie Jannis-Luca Rippin: der 13-Jährige vom DJK/VfL Willich gewann den Schüler-A-Wettbewerb, schwamm 200 Meter, fuhr 10 Kilometer mit dem Rad und lief 2000 Meter. Am Ende hatte Jannis-Luca in 33:36 Minuten drei Sekunden Vorsprung.

"Wir hatten nur kleinere Einsätze, nur wenige klagten über Kreislaufprobleme und Schwindelgefühle." Einsatzleiter Stefan Mehlem (21) erlebte mit seinem Helferstab des Malteser Hilfsdienstes einen ruhigen Tag. Dies konnte die Organisatorin des Willicher Schwimmvereins, Petra Gerhardt (41), nicht sagen. Sie hatte mit ihren Leuten jede Menge zu tun, war selbst gehandicapt: in Gevelsberg hatte sie sich vor einer Woche bei ihrem Sturz mit dem Rad einen Bruch des rechten Schlüsselbeins zugezogen. Trotz Schmerzen brachte sie mit 200 Helfern alles reibungslos über die Bühne.

Fanclubs feuerten die Sportler auf den Strecken an

Die Vielseitigkeitssportler hatten kleine und große Fanclubs mitgebracht. So wurden bei der abschließenden Staffel das Trio von "Staubwolke Wekeln" oder die Gemeinschaft der "AltbierSpätzle" genau so angefeuert wie einzelne Athleten. "Go Nicky" war auf einem großen Transparent zu lesen, mit dem Enya und Jule ihre Mutter Nicole Weidner unterstützten. Die 39-Jährige aus Winnekendonk lief ihren ersten Triathlon und konnte mit ihrer Zeit von 1:22 Stunden (500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Rad fahren, Fünf-Kilometer-Lauf) sehr zufrieden sein.

Frank Schiffer moderierte die vielen Starts am 25-Meter-Becken. Anschließend ging es nach verkürzter Schieberstrecke auf den Weg zum Golfclub Duvenhof und zurück. Mittendrin wurden zwei Kinder bei ihrer Radtour von irgendwelchen Gegenständen getroffen. "Es müssen Steine gewesen sein", dachten die jungen Teilnehmer. Die Polizei sah sich den "Tatort" auf der Hardt genauer an: dort waren große Eicheln von den Bäumen gefallen und hatten die Kinder getroffen.

Ansonsten verlief auch für die 32 Handicapsportler, die in drei Klassen den Deutschen Meister ermittelten, alles glimpflich ab. Mit dabei die 29-jährige querschnittsgelähmte Katja Oemmelen von Union Nettetal, die auf ihrem Handbike schnell unterwegs war. Sie schafft die Höchstgeschwindigkeit von 37 km/h. Für sie war es der erste Triathlon in Willich. Erfahrener war Martina Willing (50). Die Behindertensportlerin, die blind und nach einem Ski-Unfall 1994 querschnittsgelähmt ist, nutzte den Triathlon zur Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft in Neuseeland. Dort hat sie im Kugelstoßen, Speer- und Diskuswurf gleich drei WM-Titel zu verteidigen.

Ein Kamerateam des ZDF sah sich einige der Handicap-Sportler genauer an und zeigt den Film in der Sendung "Menschen - das Magazin" am 18. September, 18 Uhr.

Hinterher traf sich die große Triathlon-Familie zum Plausch im großen Gelände des Freitzeitbades De Bütt. Vorher hatte Klaus Brell jede Menge Pokale, Medaillen und Sachpreise, von der Trinkflasche bis zum Rucksack, ausgegeben. Alle weiteren Ergebnisse stehen im Netz unter:

www.timeandsport.de

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