Niederrhein. Uwe Schummer hat einen Riesenerfolg für die CDU eingefahren, jubeln darf die FDP, die wegen ihres Projekts 18 einst verspottet wurde, nun an der 20-Prozent-Marke kratzt und in Brüggen sogar die SPD überflügelt. Deren Kandidat Udo Schiefner hat einen engagierten Wahlkampf geführt; gegen den Trend hatte er keine Chance.

Doch nicht nur die SPD hat verloren, auch die Union muss aufpassen. Der Trend geht zu kleineren Parteien. Zum Glück nicht zur NPD. Die blieb sogar hinter der Piratenpartei zurück. Während bei CDU- und FDP-Wählern das Stimmensplitting funktioniert, erhält der SPD-Kandidat die Erststimmen von Grünen- oder Linken-Wählern nicht.

Auch vor Ort müssen die Parteien aus dem Ergebnis lernen. "Ran an den Wähler" muss es heißen an einem Tag, der bei der Wahlbeteiligung einen Einbruch brachte. Der Politikbetrieb muss sich erneuern, er ist in Riten erstarrt.

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